Entsorgungsunternehmen wächst Neue Halle für Lingener Firma Deppe

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Jürgen und Thomas Deppe führten Lingens Ersten Stadtrat Stefan Altmeppen und die Wirtschaftsförderer Ludger Tieke und Dietmar Lager (von links) über das Betriebsgelände im Industriegebiet Lingen-Nord. Foto: Stadt LingenJürgen und Thomas Deppe führten Lingens Ersten Stadtrat Stefan Altmeppen und die Wirtschaftsförderer Ludger Tieke und Dietmar Lager (von links) über das Betriebsgelände im Industriegebiet Lingen-Nord. Foto: Stadt Lingen

Lingen. Das Entsorgungsunternehmen Deppe hat sich kürzlich am Standort Lingen erweitert. Das neu erworbene 1900 Quadratmeter große Grundstück im Industriegebiet Lingen Schillerstraße grenzt an das bestehende Betriebsgelände.

Deppe hat laut einer Pressemitteilung der Stadt Lingen auf dem neuen Areal ein 20 mal 40 Meter großes Wartungsgebäude errichtet, in dem die gut 1000 Container des Unternehmens regelmäßig gewartet und überprüft werden. Seit 2015 habe das Unternehmen somit insgesamt drei Millionen Euro am Standort Lingen investiert. Vor Ort trafen sich der Erste Stadtrat Stefan Altmeppen, der Leiter der Wirtschaftsförderung Ludger Tieke und Dietmar Lager, ebenfalls von der Wirtschaftsförderung, mit den Geschäftsführern des Unternehmens, Thomas und Jürgen Deppe.

Anfänge mit Pferdekarren

Die beiden Geschäftsführer konnten berichten, dass derzeit 48 Mitarbeiter für den Entsorgungs- und Recyclingbetrieb Deppe tätig sind. Dazu zählen unter anderem Maschinenführer, Berufskraftfahrer und Schlosser. Während der Firmengründer Heinrich Deppe Anfang des 19. Jahrhunderts noch mit Pferdekarren von Haus zu Haus zog und dort Altmetall einsammelte, setzt das Unternehmen mittlerweile 120.000 Tonnen Material pro Jahr um. Schwerpunkte liegen bei Stahlschrotten, NE-Metallschrotten, wie Aluminium, Kupfer, Zink, Karosserieschrott und weißer Ware.

Reste von Panzer und der Phantom IV

„Sichtung und Sortierung sind unabdingbar – erst dadurch erreichen wir die Wertschöpfung“, erklärte Thomas Deppe. Doch auf dem Firmengelände finden sich nicht nur alte Rohre, Bleche oder Autofelgen. Stefan Altmeppen, Ludger Tieke und Dietmar Lager konnten auch die Reste eines Panzers, eines Hubschraubers und der Phantom IV der Luftwaffe in Augenschein nehmen. „Wenn es für andere kompliziert wird, sind wir in unserem Element“, meinte Thomas Deppe. „Relativ spannend ist auch die Entsorgung einer U-Bootbatterie, die alleine immerhin zwischen 120-240 Tonnen wiegen kann“, berichtete der Geschäftsführer von dem zweiten Standbein des Unternehmens. Seit 1992 hat sich der Entsorgungsbetrieb in dem Bereich „Batterieservice“ spezialisiert. Im gesamten Bundesgebiet und europäischen Ausland sammeln Spezialfahrzeuge die Batterien ein – circa 85.000 Tonnen pro Jahr.

„Wir fahren Schrott, aber nicht mit Schrott“

Die neue Wartungshalle sei daher nur eine logische Konsequenz des wachsenden Betriebs gewesen. Denn für Geschäftsführer Thomas Deppe ist es eine Selbstverständlichkeit, dass auch die Fahrzeugflotte immer auf dem neusten Stand ist: „Wir fahren Schrott, aber nicht mit Schrott“, lautet seine Devise.

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