Hören, wie es gewesen war Chance nutzen, Zeitzeugen wie Bernard Grünberg zu hören

Der Lingener Ehrenbürger Bernard Grünberg ist zur Namensbenennung des Platzes an der jüdischen Umschichtungsstelle nach Berlin gereist. Bernard Grünberg kommt gleich vor Ort mit interessierten Bürgern ins Gespräch. Der Lingener Ehrenbürger ist wahrscheinlich der letzte Überlebende der Hachschara-Einrichtung. Foto: Carsten van BevernDer Lingener Ehrenbürger Bernard Grünberg ist zur Namensbenennung des Platzes an der jüdischen Umschichtungsstelle nach Berlin gereist. Bernard Grünberg kommt gleich vor Ort mit interessierten Bürgern ins Gespräch. Der Lingener Ehrenbürger ist wahrscheinlich der letzte Überlebende der Hachschara-Einrichtung. Foto: Carsten van Bevern

Lingen. Der Lingener Ehrenbürger Bernard Grünberg hat im Rahmen seines jährlichen Besuches in seiner Geburtsstadt auch die von ihm 1938 besuchte jüdische Hachschara-Schule in Berlin-Pankow besucht. Dabei hat er auch dort wieder vor Schülern gesprochen. Geschichte aus erster Hand sozusagen. Ein Kommentar.

Vielleicht lässt sich ja doch ein klein wenig bewirken.“ Diese Hoffnung verbindet Bernhard Grünberg, wenn er in England beinahe wöchentlich und auch während seines jährlichen Aufenthalts in Lingen regelmäßig vor Schulklassen aus seinem bewegten Leben berichtet.

Was die Ausgrenzung einer gesellschaftlichen Gruppe im täglichen Leben, in der Schule oder am Arbeitsplatz bedeutet, wird in solch persönlichen Berichten auf eindringliche Art und Weise deutlich und konkretisiert im besten Fall vorhandenes Schulbuchwissen. Die Möglichkeit zur Begegnung mit Zeugen der NS-Zeit ist aber endlich. Aufgeschriebene Geschichte kann bei aller Bedeutung niemals eine persönliche Begegnung ersetzen. Von daher wäre es wünschenswert, dass Bernard Grünberg – Fitness vorausgesetzt – bei seinem nächsten Besuch in Lingen nicht „nur“ vor ein oder zwei Schulklassen spricht, sondern auch einmal öffentlich in einem größeren Rahmen.


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