Streetfood am 16. und 17 Juli Neuer Ansatz für kulinarisches Festival in Lingen

Streetfood „Multikulinair“: Die LWT-Geschäftsführer Marko Schnitker (l.) und Philipp Schubert zeigen, wo das Festival stattfinden wird. Foto: Sven LampeStreetfood „Multikulinair“: Die LWT-Geschäftsführer Marko Schnitker (l.) und Philipp Schubert zeigen, wo das Festival stattfinden wird. Foto: Sven Lampe

Lingen. Die „Kulinarische Meile“ ist tot, es lebe das Streetfood-Festival mit dem Namen „Multikulinair“. Nachdem die Open-Air-Gastro-Veranstaltung 2015 auf dem Lingener Marktplatz nicht so gelaufen ist, wie die Organisatoren der Lingen Wirtschaft und Touristik (LWT) sich das gewünscht hatten, soll nun am Wochenende 16. und 17. Juli 2016 ein Neuanfang gewagt werden. Wie der aussehen soll, stellte jetzt die LWT-Geschäftsführung dem Beirat vor.

Zwei Punkte prägten die Manöverkritik in Sachen „Kulinarische Meile“. Zum einen die Tatsache, dass etliche der vertretenen Gastronomen sich nicht an Absprachen gehalten hätten, was sie an ihren Ständen hätten anbieten sollen. Mit der Folge, dass es viele Doppelungen bei den Angeboten gegeben hatte. Es dürfe nicht wieder sein, dass an jedem zweiten Stand Currywurst angeboten werde, hieß es im Beirat. Sauer aufgestoßen ist den Beiratsmitgliedern und Organisatoren auch, dass sich die als kulinarische Meile ausgeschrieben Veranstaltung ungewollt zu einer Art längster Theke der Stadt entwickelt hatte. Sprich: Es ging mehr ums Trinken als ums Essen.

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Klare Vorgaben

Beides solle so nicht wieder vorkommen, kündigte LWT-Geschäftsführer Marko Schnitker ein Gegensteuern an. Um das Speisen-Angebot möglichst breit zu fächern, werde in den Verträgen mit den Gastronomen schriftlich fixiert, was diese anbieten dürfen. Generell sei geplant, dass an jedem Stand nur ein Gericht angeboten werden dürfe. Variationen seien allerdings möglich, so Schnitker: „Wenn jemand Schweinshaxe mit Kartoffeln oder wahlweise Reis anbieten möchte, kann er das tun“. Wer sich nicht an die Vorgaben halte, müsse damit rechnen, vom Festival ausgeschlossen zu werden.

Essen statt trinken

Klar sei auch, das es sich bei der Veranstaltung nicht um ein „Street-Drink-Festival“ handelt. „Das war bei einigen Gastronomen schwierig“, ließ Schnitker durchblicken, dass dieser Ansatz nicht unbedingt zu Jubelstürmen bei potenziellen Beschickern führt. Dennoch haben sich laut Schnitker bereits zehn Lingener Gastronomen um eine Teilnahme beworben. Die Hälfte der geplanten 20 Stände wäre damit gesetzt. Um die Zahl voll zu bekommen, hat die LWT über einen Papenburger Veranstalter Kontakt zu einem niederländischen Streetfood-Festival-Organisator aufgenommen. Über diesen wiederum sollen die zurzeit landauf, landab populären Foodtrucks in die Stadt geholt werden.

Probierportionen

Am liebsten wäre es den Organisatoren vor Ort, wenn die an den jeweiligen Ständen angebotenen Köstlichkeiten in überschaubaren Probierportionen angeboten werden. „Sonst ist schon jemand am ersten Stand satt und kann nichts mehr an den anderen Ständen probieren“, so Schnitker. Vielmehr sollen sich die Besucher „einmal um den Globus probieren“. Und das am liebsten bei einem hochwertigen Angebot. „Das ist das Ziel“, gibt Schnitker den Gastronomen die Richtung vor.

Musik im Hintergrund

Auch musikalisch wird das Festival neu ausgerichtet. Die Hauptrolle soll Schnitker zufolge eindeutig das Essen spielen, die Musik nur als klangvolle Kulisse im Hintergrund dienen. „Jazzig und Easy-Listening“ nennt Schnitker die gewünschte Klangfarbe. Realisiert werden soll dies durch einen Mix aus Live-Musik und DJs am Plattenteller: „Die Leute sollen miteinander reden können und sich nicht anschreien müssen.“

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