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Farbenrausch der Blumen Die Künstlerin Christel Fielers stellt im Foyer des Lingener Theaters aus

Von Manfred Buschhaus

<em>Gingen gemeinsam</em> durch die Ausstellung: Christel Fielers, Christel Grunewaldt-Rohde, ehemalige Leiterin der Kunstschule, und Bürgermeisterin Ulla Haar (von links). Foto: Manfred BuschhausGingen gemeinsam durch die Ausstellung: Christel Fielers, Christel Grunewaldt-Rohde, ehemalige Leiterin der Kunstschule, und Bürgermeisterin Ulla Haar (von links). Foto: Manfred Buschhaus

Lingen. „Keramik & Malerei“ – Die vielseitige und seit 40 Jahren kreativ tätige Lingener Künstlerin Christel Fielers präsentiert eine sehr umfangreiche Ausstellung von Bildern, Zeichnungen und Keramiken im Foyer des Theaters an der Wilhelmshöhe.

Die bei den Bildern angewandten Techniken reichen von Aquarellen über verschiedene Experimente in Acryl bis zu Zeichnungen. Im Sujet hat sich die Künstlerin bei dieser Ausstellung auf den Farbenrausch der Blumen konzentriert. Neben Genrebildern beleben sie mit ihrer Farbenpracht in meist gebrochenen Farben Gartenszenen. Daneben fallen einige stark vereinfacht dargestellte großzügige Landschaften auf. Aktuellen politischen Auseinandersetzungen hat sich die Künstlerin nur in seltenen Fällen genähert, ebenso wie den Menschen. Die Perspektive ist meist vernachlässigt, trotzdem faszinieren einige der Bilder mit inhaltlicher Tiefe. Gegenständliche Gestaltung herrscht vor, wobei sich Christel Fielers auch an Abstraktionen gewagt hat. Manches davon fasziniert auch durch symbolistische Annäherungen. Während in früheren Ausstellungen die Bilder meist in frischer, warmer Farbigkeit gehalten waren, bestimmen heute ganze Serien in Blau die Farbgebung.

Die ausgestellte Gefäßkeramik ist frei gestaltet. Fielers nutzt klassisches Formengut und gewinnt Leben durch bewegte Oberflächengestaltung. Bei den Skulpturen fallen neben Gestalten von stereotypem Ausdruck die „Eierköppe“ auf.

Kopfskulpturen

Dabei handelt es sich um überlebensgroße, eiförmige Kopfskulpturen, die in ihrem Ausdruck zwischen Trauer bis hin zu verschmitztem Lächeln variieren.

Bürgermeisterin Ulla Haar näherte sich bei ihrer Begrüßung dem magischen Kern der Kunst in Zitaten von Paul Klee, Bettina von Arnim und Jean Paul. Mit den besten Wünschen für weitere künstlerische Erfolge eröffnete sie die Ausstellung.

Christel Grunewaldt-Rohde verwies in ihrer Einführung auf die lange Schaffenszeit von Christel Fielers. Mit kurzen Hinweisen auf ihre künstlerische Entwicklung betonte sie, dass der Künstler mit seinem Werk auch immer Teile seines Innersten preisgebe. Die Werke zeigten, dass von Fielers noch viel zu erwarten sei. Die musikalische Begleitung durch Stefan Fielers rundete die Matinee gelungen ab.

Die fantasievoll gestalteten gefälligen Bilder und Objekte sind noch bis zum 2. Dezember während der Veranstaltungen im Theater und nach Vereinbarung zu besichtigen.

Die Arbeiten sind durchnummeriert und können nach einem ausliegenden Werkverzeichnis identifiziert werden.


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