Abreißen und neu bauen Aldi und Rewe planen Zukunft in Lingen-Darme

Von Sven Lampe

Abreißen und neu bauen wollen sowohl Aldi als auch Rewe an der Rheiner Straße in Darme. Foto: Richard HeskampAbreißen und neu bauen wollen sowohl Aldi als auch Rewe an der Rheiner Straße in Darme. Foto: Richard Heskamp

Lingen. Der Einzelhandel wandelt sich. Einkaufen wird immer mehr zum Erlebnis. Um mithalten zu können, wollen auch Aldi und Rewe an der Rheiner Straße in Lingen Darme das gemeinsam genutzte alte Gebäude abreißen und einen Neubau errichten.

Laut Stadtbaurat Lothar Schreinemacher vor dem Darmer Ortsrat befinden sich die Planungen der Unternehmen noch ganz im Anfangsstadium. Um die Vorhaben überhaupt zu ermöglichen, soll im nächsten Schritt ein Bebauungsplan Nummer 33 für das Baugebiet „Zwischen Rheiner Straße und Kiesbergstraße“ aufgestellt werden. Laut Schreinemacher genügen beide Verkaufsgebäude nicht mehr aktuellen energetischen Standards. Darüber hinaus stellen bei Handelsunternehmen ihre Verkaufsstelle Stück für Stück auf neue Konzepte um. Das gilt sowohl für architektonische Belange, aber auch für Verkaufskonzepte.

Der eine mehr, der andere weniger

Das hat auch Auswirkungen auf die künftigen Verkaufsflächen. Nach dem aktuell vorliegenden Konzepts des Investors soll der Aldi-Markt von heute 920 Quadratmeter auf 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche erweitert werden. Im Gegenzug verkleinert sich Rewe von heute 2200 auf 2000 Quadratmeter. Rein rechnerisch erhöht sich die gesamte Verkaufsfläche also um 80 Quadratmeter.

Sondergebiet

Mit den jetzt angestoßenen Planungen sollen die rechtlichen Voraussetzungen für die Umstrukturierung der als großflächiger Einzelhandel definierten Märkte an diesem Standort geschaffen und genau definiert werden. Das ist unter anderem deshalb notwendig, weil das Gebiet aktuell als Gewerbegebiet gilt. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, soll nun ein Sondergebiet mit definierten Verkaufsflächen geschaffen werden. Das ist unter anderem deswegen notwendig, da in beiden Märkten Artikel verkauft werden, die als zentrumsrelevant eingestuft werden, sprich, deren Verkauf möglicherweise negative wirtschaftliche Auswirkungen auf Geschäfte in der Lingener Innenstadt haben könnten. Bislang unklar ist, ob die Pläne auch Auswirkungen auf die auf dem Gelände betriebene Tankstelle haben.

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