Miteinander sprechen Die Kritik einer Flüchtlingsbetreuerin in Lingen

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Rettungswagen stehen vor der Notaufnahme des Bonifatius-Hospitals in Lingen. Foto: Ludger JungeblutRettungswagen stehen vor der Notaufnahme des Bonifatius-Hospitals in Lingen. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Nach den Angaben einer ehrenamtlich in Lingen tätigen Flüchtlingsbetreuerin soll eine Flüchtlingsfamilie im Bonifatius-Hospital und im Sozialamt der Stadt schlecht behandelt worden sein. Nun soll persönlich über die Vorfälle miteinander gesprochen werden. Ein guter Ansatz. Ein Kommentar.

Sollte einer ehrenamtlich tätigen Flüchtlingsbetreuerin im Fall einer Hochschwangeren in Lingen der Tipp gegeben worden sein, sich im Internet zu informieren, was im Falle einer plötzlichen Geburt zu tun ist, wäre das bei aller Arbeitsbelastung kaum entschuldbar.

Vielleicht hat aber auch die Ausnahmesituation – eine lebensgefährliche Flucht, Risikoschwangerschaft, Sprachbarrieren oder auch die mangelnde Kenntnis über die vom Gesetzgeber festgelegten Vorgaben zur Gewährung von medizinischen Leistungen an Flüchtlinge – dazu geführt, dass die Stimmung „hochgekocht“ ist.

Diskussionen, wie man die medizinische Versorgung von Flüchtlingen weiter vereinfachen kann, gibt es dabei schon länger. Dies kann aber kaum auf lokaler Ebene geschehen und ob die derzeit auch in Niedersachsen diskutierte Gesundheitskarte dabei helfen kann, ist fraglich.

Gut ist in diesem konkreten Fall aber, dass vor Ort von allen Seiten bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert worden ist.


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