Ausstellung in Lingen eröffnet Fotos zeigen Wandel vom Alltag auf dem Lande

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Lingen. „Ackern zwischen Moor und Heide- Bilder aus der Landwirtschaft“ heißt die Bilder- und Fotoausstellung, die im Rahmen des Projektes „Land der Entdeckungen“ im Kutscherhaus und im Café am Markt eröffnet wurde. Wilhelm Brundiers, Erster Vorsitzender des Emslandmuseums, konnte zahlreiche Gäste begrüßen, darunter die Projektkoordinatorin Uta Mense von der Ostfriesischen Landschaft in Aurich sowie Oberbürgermeister Dieter Krone.

Bildliche Darstellungen des „alten Emslands“ wie Gemälde, Zeichnungen oder Grafiken befinden sich seit Jahrzehnten im Kutscherhaus und wurden kontinuierlich ausgebaut. Mittlerweile zählen etwa einhundert Darstellungen von Landschaften aus dem Emsland zur Sammlung. Darunter finden sich Gemälde namhafter Künstler wie August Schlüter (Düsseldorf), Hermann Koken (Hannover), Otto Krone (Göttingen), August Flinker (Düsseldorf), aber auch zahlreiche Grafiken und Zeichnungen emsländischer Kunsterzieher und Hobbymaler.

Regionale Künstler

„Sie alle dokumentieren auf künstlerische Weise den Wandel von Landschaft und Umwelt unserer Region im 19. und 20. Jahrhundert“, betonte Brundiers. Vorwiegend haben sich auswärtige Künstler im Emsland für die Landschaftsmalerei interessiert. Doch auch Werke hiesiger Künstler wie Heinrich Hermanns und August Schlüter und der aus Berßen auf dem Hümmling stammende Maler Bernhard Büter befinden sich im Museum. Museumsleiter Andreas Eyinck stellte einige Künstler und ihre Werke näher vor.

Fotos erstmals ausgestellt

Annähernd einhundert großflächige Schwarz-Weiß-Fotos hängen in den Räumen des ‚Cafés Am Markt`. Viele dieser Bilder ab dem frühen 20. Jahrhundert stammen aus privaten Familienalben, die in den letzten Jahren vom Emslandmuseum gesammelt wurden und noch nie ausgestellt waren. Sie vermitteln ein ungeschöntes Bild vom Leben und Alltag auf dem Lande, von stolzen Bauernfamilien und armen Heuerleuten. Säen und Ernten, Hofbewirtschaftung, Viehhaltung, Einsätze der Großfamilie, Pausieren nach der Knochenarbeit und anderes mehr dokumentieren diese Bilder. Sie spiegeln aber auch die Entwicklung von den bescheidenen Anfängen der Landwirtschaft auf der Geest bis zur modernen Agrartechnik wider.

„Weites Land aus Menschenhand – Marsch, Moor, Geest & Wattenmeer“ kann im „Land der Entdeckungen 2016“ in einer Konstellation als Kulturnetzwerk Weser-Ems erstmals im gesamten nordwestdeutschen Raum besichtigt werden. Die Lingener Ausstellung im Rahmen der Kultur mit Natur verbindenden Themenjahres ist bis zum 9. Oktober zu besichtigen.


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