Fachausschuss tagt in Meppen Tourismus im Emsland stagniert auf hohem Niveau

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Das Emsland ist bei Radwanderern sehr beliebt. Immer ein lohnendes Ziel ist die Hüvener Mühle. Foto: Emsland Touristik GmbHDas Emsland ist bei Radwanderern sehr beliebt. Immer ein lohnendes Ziel ist die Hüvener Mühle. Foto: Emsland Touristik GmbH

Meppen. Die vorläufige amtliche Beherbergungsstatistik weist für das Emsland bis einschließlich Oktober 2015 Rückgänge sowohl bei den Übernachtungen von rund drei Prozent als auch bei den Gästeankünften von circa fünf Prozent aus. Das hat der Geschäftsführer der Emsland Touristik GmbH, Uwe Carli, im Ausschuss für Kultur und Tourismus mitgeteilt.

Nach seinen Worten gab es in den größten emsländischen Tourismusorten sehr unterschiedliche Entwicklungen. Die insgesamt stabile Entwicklung in Haren als bedeutendstem Standort habe die starken Rückgänge in den Städten Papenburg und Lingen nicht ausgleichen können. Die endgültige Bilanz für das Jahr 2015 werde Anfang März erwartet. Mit einer Fortsetzung der fast zehnjährigen sprunghaften touristischen Aufwärtsentwicklung sei nicht zu rechnen. „Wir stagnieren auf hohem Niveau“, meinte der Geschäftsführer. Um sich neuen Herausforderungen zu stellen, werde die Emsland Touristik ein neues Tourismuskonzept erstellen.

Emsland-Route bindet künftig die Ortskerne an

Er kündigte die Weiterenwicklung der bei Radfahrern sehr beliebten Emsland-Route an. Ziel ist es, durch erhebliche Veränderungen der Routenführung sowohl den Internationalen Naturpark Moor mit dem Moormuseum in Groß Hesepe sowie die Gemeinde Twist, als auch den Naturpark Hümmling mit einer Wegeführung über Esterwegen (die Gedenkstätte wird angebunden) über Lorup, Rastdorf, Vrees, Werlte nach Sögel einzubeziehen. Die neue Route – die bisherigen Verbindungen bleiben bestehen – soll durch die Ortskerne geführt werden, sodass das innerörtliche Angebot stärker wahrgenommen wird. Die dann teilweise notwendig werdende Neubeschilderung der Emsland-Route soll mit der Aufstellung von Infotafeln an den Abzweigungen der Emsland-Route von den Fernradwegen verbunden. Vertreter aller Fraktionen begrüßten ausdrücklich die Anbindung der Ortskerne.

„Naturpark Hümmling wird den Raum nachhaltig stärken“

Laut Carli erfordern die geplanten Veränderungen der Emsland-Route auf dem Hümmling darüber hinaus eine enge Abstimmung mit der wegen der Naturparkgründung ebenfalls anzupassenden Führung der Hümmling-Route. Carli teilte mit, dass in der ersten Mitgliederversammlung des Vereins Naturpark Hümmling beschlossen wurde, die Geschäftsstelle des neuen Naturparkvereins, wie bereits beim Internationalen Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen erfolgt, an die der Emsland Touristik anzudocken. Der Vreeser Bürgermeister Heribert Kleene geht davon aus, dass mehrere Millionen Euro in den neuen Naturpark Hümmling fließen und den Raum nachhaltig stärken werden.

Bau einer Radfahrerbrücke über die Ems in Meppen geplant

Carli stellte auch weitere Maßnahmen im Naturpark Moor unter dem Titel „Grenzenlos Moor“ vor. Dafür gibt es europäische Mittel aus dem Interreg-Programm. Auf deutscher Seite ist unter anderem der Bau einer Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Ems in Meppen westlich der B 70 oberhalb der Hasemündung vorgesehen. Im Ausschuss wurde die Entwicklung des Naturparks als Erfolgsgeschichte bewertet. Carli und seinem Team galt großes Lob.


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