Marktplatz der Moderne Lars Frerichs hält Vortrag über Supermarktarchitektur

Die Architektur von Supermärkten und Einzelhändlern steht am 3. Dezember auf dem Programm. Dann kommt Lars Frerichs von „neun grad architektur“ nach Lingen.Bild: Stadt LingenDie Architektur von Supermärkten und Einzelhändlern steht am 3. Dezember auf dem Programm. Dann kommt Lars Frerichs von „neun grad architektur“ nach Lingen.Bild: Stadt Lingen

Lingen. „Wir wollen auch bei einem alltäglichen Vorgang wie dem Einkaufen als Mensch ernst genommen werden, statt lediglich ein berechenbares Detail eines betriebswirtschaftlichen Vorganges zu sein“, so die These des Architekten Lars Frerichs aus Oldenburg. Am Donnerstag, 3. Dezember, kommt der Geschäftsführer des Büros „neun grad architektur“ nach Lingen.

Im Rahmen der Architekturreihe „Lingen & Technik“ präsentiert er, wie eine attraktive Einzelhandels- und Supermarktarchitektur aussehen kann. Beginn ist um 19 Uhr im IT-Zentrum. Der Eintritt ist frei.

„In den letzten zehn Jahren hat sich das Einkaufsverhalten von uns Menschen stark gewandelt“, so Lars Frerichs. „Supermärkte werden nicht selten zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mittelpunkt einer Gemeinde oder eines Stadtteils und ersetzen damit den klassischen Marktplatz mit all seinen Aufgaben und Funktionen.“ Daraus erwachse eine Verantwortung, diesem Aufgabentypus eine angemessene architektonische Würdigung zukommen zu lassen: Aufenthalts- und Erlebnisqualitäten sollten geschaffen und Freiräume für Begegnung erhalten bleiben. Schließlich soll auf diese Weise eine selbstbewusste und angemessene Architektur entstehen, so Lars Frerichs.

Lust auf Architektur

Der Vortragsabend findet im Rahmen der Architekturreihe „Lingen & …“ statt. Dazu lädt die Stadt regelmäßig renommierte Architekten, Gestalter oder Kulturschaffende ein, damit diese in einer ungezwungenen Atmosphäre ihre Projekte präsentieren – mit geselligem Ausklang bei Wein, Brot und Käse.

„Mit der Reihe wollen wir Lust auf Architektur und Baukultur machen“, erläutert Stadtbaurat Lothar Schreinemacher. Deshalb soll an diesen Abenden auch der Austausch im Mittelpunkt stehen. „Ich wünsche mir, dass die Architekten und Bauschaffenden einmal abseits von konkreten Projekten miteinander ins Gespräch kommen und sich im nächsten Schritt sogar selbst in die neue Veranstaltungsreihe einbringen“, so der Stadtbaurat. Angesprochen sind neben diesen Berufsgruppen vor allem alle Kultur- und Architekturinteressierte in der Region.


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