„Kategorie Null“ „Kleinstleckage“ im Kernkraftwerk Emsland in Lingen

Von Thomas Pertz

Das Kernkraftwerk Emsland in Lingen. Foto: Helmut KramerDas Kernkraftwerk Emsland in Lingen. Foto: Helmut Kramer

Lingen. Bei Wartungsarbeiten am Stutzen einer Entleerungsarmatur des mit Flusswasser gefüllten Nebenkühlwassersystems des Kernkraftwerkes Emsland in Lingen ist eine „Kleinstleckage“ festgestellt worden. Dies teilte der Sprecher des Unternehmens, Olaf Wollny, mit.

Das System ist nach seinen Angaben vierfach vorhanden und dient zur Abfuhr von Wärme aus dem Reaktorgebäude. Wanddickenmessungen an der Schweißnaht zeigten, dass es sich um eine punktförmige Porenleckage ohne Auswirkungen auf die Verfügbarkeit des Systems handelte. Der betroffene Stutzen wurde herausgetrennt und durch ein neues Rohrleitungsstück ersetzt.

Gemäß den deutschen Meldekriterien wurde das Vorkommnis in die Kategorie N (Normal) eingestuft und der Behörde fristgerecht innerhalb von fünf Werktagen gemeldet. Nach der internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen (INES) ist es der Stufe 0 (unterhalb der Skala gleich keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zuzuordnen.