„Beitrag zur Standortsicherung“ Brömse: Wir richten die BP-Raffinerie in Lingen neu aus

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Die BP-Raffinerie in Lingen möchte Verwaltungs- und Servicegebäude von ihrem bisherigen Werksgelände auslagern. Foto: Wilfried RoggendorfDie BP-Raffinerie in Lingen möchte Verwaltungs- und Servicegebäude von ihrem bisherigen Werksgelände auslagern. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Die BP-Raffinerie in Lingen möchte ihre Verwaltungs- und Servicegebäude auf dem Raffineriegelände neu ordnen und zusammenfassen. Sie sollen wenige 100 Meter weiter entfernt auf dem knapp sechs Hektar großen Gewerbegebiet am Hohenpfortenweg im Altenlingener Forst neu errichtet werden.

Exakt auf jener Fläche also, die nach der Abholzung von rund acht Hektar Wald im Jahr 2009 mehrere Jahre lang für kommunalpolitischen Zündstoff gesorgt hat.

Größter industrieller Arbeitgeber der Stadt

„Viele Gebäude sind in die Jahre gekommen und mit der Zeit großflächig über das Werksgelände verteilt entstanden. Wir prüfen derzeit, ob neue Gebäude, die den heutigen Gebäudestandards entsprechen, dort errichtet werden können“, begründete Peter Brömse, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Raffinerie, in einem Pressegespräch im Rathaus die Ausgliederungspläne.

„Ich freue mich sehr über diese Nachricht, weil sie zur Standortsicherung und Festigung beiträgt“, betonte Oberbürgermeister Dieter Krone. Die BP-Raffinerie sei größter industrieller Arbeitgeber in der Stadt, machte der Verwaltungschef die Bedeutung des Unternehmens in Holthausen-Biene deutlich.

„Wir richten die BP-Raffinerie am Standort Lingen für die Zukunft neu aus“, sagte Geschäftsführer Brömse. Einen genauen Zeitplan für die Umsetzung gibt es aber noch nicht. Dazu finden derzeit intensive Gespräche mit der Konzernmutter in London statt.

Investitionsvolumen im zweistelligen Millionenbereich

Was die Bebauung des Areals am Hohenpfortenweg anbelangt, sprach Brömse von einem Investitionsvolumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die Raffineriesituation in Deutschland sei angespannt. Die Raffinerie in Lingen wolle auch in Zukunft im Markt eine Rolle spielen, unterstrich Brömse. Dazu gehört allerdings auch ein Stellenabbau . Derzeit sind dort 750 Menschen beschäftigt, 650 sollen es künftig sein. Die Geschäftsleitung sieht diesen Schritt als Teil eines Gesamtpakets zur Sicherung des Raffineriestandortes.

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