BI lädt zur Sitzung Weitere Abholzungen im Altenlingener Forst befürchtet

Die Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst befürchtet weitere Abholzungen im Altenlingener Forst in Lingen. Das Bild stammt aus dem Jahr 2013. Foto: ArchivDie Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst befürchtet weitere Abholzungen im Altenlingener Forst in Lingen. Das Bild stammt aus dem Jahr 2013. Foto: Archiv

Lingen. Die Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst (BI) befürchtet weitere Abholzungen im Altenlingener Forst in Lingen und lädt deshalb Interessierte zu einer BI-Sitzung am Dienstag, 10. November 2015, um 20 Uhr im Bürgerhaus Heukampstannen, Jägerstraße 19, ein.

Hintergrund der neu aufgeflammten Befürchtungen sind Beschlussvorlagen der Stadtverwaltung, nach denen der Bebauungsplan 20 („Logistikzentrum an der Raffinerie – südlich Erweiterung“) nach Beratungen im Ortsrat Altenlingen (17. November), im Wirtschafts- und Grundstückausschuss (18. November) sowie im Planungs- und Bauausschuss (19. November) im Stadtrat am 26. November neu beschlossen werden soll.

Neue Ausgleichsflächen vorgesehen

Laut einer der Vorlagen soll der B-Plan 20 rückwirkend zum 13. Februar 2009 in Kraft gesetzt werden . Diesen hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg seinerzeit „einkassiert“ , weil die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege nicht ausreichend Berücksichtigung gefunden hätten. Darüber hinaus habe das OVG, so heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung, „aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die festgestellten Fehler durch den Satzungsgeber geheilt werden können“. Dies könne nun durch Ausweisung von Ausgleichsflächen geschehen; Stellungnahmen des Niedersächsischen Forstamtes und der Landwirtschaftskammer dazu liegen bereits vor.

Nur bestimmte Bereiche sollen vermarktet werden

Im Wirtschafts- und Grundstückausschuss (WGA) ist zudem eine Vereinbarung zwischen der Stadt und der Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft Thema, wonach das Gebiet des B-Plans 20 erst vermarktet wird, wenn dieser rechtswirksam ist. Nicht betroffen von diesem Vermarktungsstopp sind die circa 5,9 Hektar große Fläche, die bereits gerodet ist, eine circa 1,6 Hektar große Fläche zur Erweiterung der Gleisanlage sowie die „Planstraße C“. Begründet werden die Ausnahmen mit der Notwendigkeit für die BP-Raffinerie, bestimmte Bereiche vom bisherigen Betriebsgelände auf dieses Gelände zu verlagern.

BI befürchtet ein „Durchpeitschen“ vor Weihnachten

Auf dem Internetauftritt der Wählergemeinschaft Die Bürgernahen wird eine Eil-Info der Bürgerinitiative zitiert, nach der die BI ein „Durchpeitschen“ des B-Plans 20 noch vor Weihnachten befürchtet. Die BI benötige jegliche Unterstützung, „um diese unerträgliche Vorgehensweise zur Waldvernichtung in unserem nahen Lebensraum zu verhindern“.

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