Geld von der EU Europäisches Theaterhaus mit Sitz in Lingen wird gefördert

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Das Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen zieht viele Besucher an. Foto: Ludger JungeblutDas Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen zieht viele Besucher an. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Das Europäische Theaterhaus (ETH), das seit 2013 in Lingen ansässig ist, hat für das Projekt „Theater als Forum politischer Teilhabe“ eine Förderung durch das EU-Programm Erasmus+ eingeworben.

Das Projekt kann aufgrund einer EU-Förderung durch das Programm Erasmus+ in 2016 vom ETH gemeinsam mit Partnerorganisationen aus 13 europäischen Ländern durchgeführt werden. „Wir sind begeistert, dass das ETH für sein erstes Projekt bereits eine solche Bandbreite an Ländern ins Boot holen konnte“,betonte Harald Volker Sommer, seit 2015 Geschäftsführer des Vereins, in einer Pressemitteilung. Vertretene Länder sind unter anderem Polen, Litauen, England, Finnland, Italien, Griechenland, Slowenien.

Gemeinsam mit Spielleitern, Theaterpädagogen und anderweitig szenischen Künstlern wird in dem Projekt Theaterspielen als Mittel der politischen Auseinandersetzung erprobt.

Im Frühjahr 2016 arbeiten Jugendliche in den 13 Partnerländern zu dem Thema „Identität durch Arbeit“. Sie recherchieren die Medien, führen Interviews und verarbeiten Erlebtes durch szenische Übungen. Die Frage danach, was Arbeit, ein Job, eine Karriere oder eine Ausbildung für den Einzelnen bedeutet, stellen die Jugendlichen sich selbst und ausgewählten Personen in ihrem Umfeld.

„Identität durch Arbeit‘ ist ein Thema, zu dem jeder einen Bezug haben kann. Besonders spannend kann dabei die Zusammenarbeit mit sozialen Randgruppen sein, wie mit Flüchtlingen, die nach Europa kommen, um sich ein neues Leben aufzubauen. Dazu ist eine Arbeitsstelle natürlich essenziell“, so Nils Hanraets, stellvertretender Geschäftsführer des ETH und Spielleiter der deutschen Gruppe, die durch das Theaterpädagogische Zentrum der Emsländischen Landschaft gestellt wird. „Wir sind gespannt, welche Erkenntnisse während des Projekts in all den Ländern entstehen und hoffen natürlich auch, einiges davon wieder nach Lingen hineinzutragen“ bemerkt Harald Volker Sommer.

Als Abschluss der Arbeit mit den Jugendlichen soll aus all den gemachten Erfahrungen eine kurze Bühnenpräsentation entstehen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Zum Ende des Gesamtprojekts treffen sich die Spielleiter der 13 teilnehmenden Gruppen für einen einwöchigen Workshop in Lingen. „Auf Grundlage der Erfahrungen, die wir alle mit den Jugendlichen machen werden, ist es möglich, vieles über die verschiedenen Arbeitsweisen und auch kulturelle Unterschiede zu erfahren“ freut sich Nils Hanraets.

„Theater als Forum politischer Teilhabe“ beginnt Ende 2015 und wird insbesondere durch Aktionen im öffentlichen Raum bemerkbar sein. Die Bühnenpräsentation findet voraussichtlich im Juni 2016 statt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN