Schwere Geschosse Die tragische Geschichte von Plantlünne


jleh Lünne. Von 1939 bis 1945, also in der Zeit des zweiten Weltkrieges, befand sich im Emsland der Wehrmachtsflugplatz Plantlünne. Zwei Lager teilten das Gelände des 160 Hektar großen Einsatzflughafens Plantlünne – das Nordlager, zuständig für die Verwaltung und das Südlager, welches für Unterkünfte und kleinere Dienststellen vorgesehen war.

Dreimal täglich starteten die Bomberflugzeuge und transportierten tödliche Kriegsfracht nach Holland, Belgien und Frankreich. Doch die schweren Geschosse wurden nicht nur ins Ausland gebracht, Plantlünne wurde oftmals selbst Opfer des Krieges.

So griff die amerikanische Luftwaffe den Flugplatz vier- mal im großen Stil an. Der größte Angriff erfolgte am 24. März 1945 mit Abwurf von 328 Tonnen schweren Bomben. Plantlünne war nahezu unbrauchbar, und der Flugplatz wurde aufgegeben.

Kurzzeitig waren im April 1945 britische Jagdbomber in Plantlünne stationiert. Als britische Piloten über der Lübecker Bucht auf die Schiffe Cap Arcona, Thielbeck und Deutschland aufmerksam wurden, bombardierten sie diese und töteten somit 7000 Menschen – fast alle KZ-Gefangene aus Neuengamme.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN