3,371 Millionen Euro Baukosten Overbergschule in Lingen wird saniert

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Lingen. Die Grundschule Overbergschule in Lingen wird im Schuljahr 2016/2017 umfassend saniert. Das hat der Schulausschuss einstimmig beschlossen. Die Baukosten sind mit 3,371 Millionen Euro veranschlagt.

Erster Stadtrat Stefan Altmeppen betonte eingangs, dass es sich bei der Overbergschule in der Stephanstraße um die größte Grundschule in der Stadt handele, die gegenwärtig von mehr als 200 Kindern besucht werde. „Wir gehen davon aus, dass die Schülerzahlen auch in den nächsten Jahren stabil bleiben“, erklärte der Erste Stadtrat. Anschließend stellte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher das Vorhaben detailliert vor. „Es handelt sich dabei um die größte Investition der Stadt, die wir 2016 und 2017 umsetzen“, unterstrich Schreinemacher und fügte hinzu: „Wir gehen davon aus, dass der Kostenrahmen eingehalten wird.“

Die Overbergschule ist eine Grundschule für Schülerinnen und Schüler aller Bekenntnisse. Sie wurde 2012 mit der benachbarten Erich-Kästner-Schule zusammengeschlossen. Derzeit belegt der Hort St. Josef mit einer Gruppe von 20 Kindern zwei Räume in der Schule. Eine Kooperation mit der Mosaik-Schule des Christophorus-Werkes wird angestrebt.

Von der Gebäudestruktur her gliedert sich die Overbergschule in drei Bauteile: Bauteil A – Altbau Overbergschule, Bauteil B – ehemalige Erich-Kästner-Schule, Bauteil C Tanzhalle. Der Altbau der Overbergschule sowie die Tanzhalle sind Schreinemacher zufolge 1933 nach den Plänen des Lingener Architekten Hans Lühn (1886-1932) in einem bemerkenswerten architektonischen Stil errichtet worden. Als Kernpunkte der Sanierung nannte der Stadtbaurat Maßnahmen, um Inklusion zu ermöglichen (Aufzug und Differenzierungsräume), den Brandschutz (neues Treppenhaus, neue Außentreppe, Hausalarmierung), die Einhaltung der Trinkwasserverordnung durch ein neues Leitungsnetz, die energetische Sanierung und die bauliche Sanierung. Während der geplanten Bauzeit von Juli 2016 bis Juni 2017 sollen die Jungen und Mädchen in nicht mehr benötigten Räumlichkeiten der Gebrüder-Grimm-Schule untergebracht werden.

Schreinemacher zufolge erhofft sich die Stadt aus dem Förderprogramm der NBank „Energieeinsparung und Energieeffizienz bei öffentlichen Trägern“ einen Zuschuss in Höhe von 25 bis 50 Prozent der Kosten für energetische Maßnahmen. Diese sind aktuell mit 1,162 Millionen Euro veranschlagt. Der mögliche Zuschuss könnte sich zwischen 290500 bis 581000 Euro bewegen. Abhängig vom Bewilligungsbescheid der NBank soll im Frühjahr 2016 die Ausschreibung der einzelnen Gewerke erfolgen. Der Stadtbaurat dankte dem Lingener Architekturbüro Liedtke und Lorenz für die Unterstützung bei dem Projekt.

Vertreter der Fraktionen zeigten sich sehr angetan von der detaillierten Planung. Die einzelnen Schritte seien durchdacht, meinte Marc Riße von den Bürgernahen. CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling betonte: „Die Stadt nimmt viel Geld in die Hand, damit wir den guten Standard bei den Schulen halten können.“ Frank Ramler, Schulleiter der Overbergschule, der zusammen mit seinem Stellvertreter Norbert Lindemann und der Kollegin Doris Gerenkamp die Sitzung im Rathaus verfolgte, erklärte: „Wir freuen uns auf die Umsetzung dieser tollen Maßnahme.“


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