Großes Engagement gewürdigt Drei Bürgerpreise in Holthausen-Biene

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Lingen. Im Lingener Ortsteil Holthausen-Biene läuft Vieles in die richtige Richtung. Das ist beim Bürgerempfang am Samstagabend deutlich geworden. Dort konnte Ortsbürgermeister Uwe Dietrich von vielen positiven Entwicklungen berichten. Gleich drei Bürgerpreise wurden verliehen.

Ein Gast von außerhalb und gleichzeitig „Holthauser Mädchen“ kam ebenfalls zu Wort. Annette Große-Heitmeyer, geborene Weß, ist Bürgermeisterin in Westerkappeln und hielt einen Gastvortrag mit dem Thema „Wie haben unsere Dörfer eine Zukunft?“ Ein wichtiger Aspekt unter vielen sei bürgerschaftliches Engagement, betonte sie. Damit kann Holthausen-Biene reichlich aufwarten. Gleich dreimal wurde der Bürgerpreis des Ortsrates vergeben. Einer ist Hubert Köllen, der im Februar mit dem Bundesverdienstkreuz

und 2014 mit dem städtischen Bürgerpreis ausgezeichnet worden war, weil er sich seit mehr als 40 Jahren mit Leidenschaft und handwerklichem Geschick dem Anfertigen von Motorikwänden und Holzspielzeug für Kinder und Erwachsene mit Handicap widmet. „Es wird bald etwas unheimlich, wenn man innerhalb eines Jahres drei große Preise erhält“, wehrte er bescheiden ab und dankte insbesondere seiner Ehefrau Maria für ihre Unterstützung. In Abwesenheit erhielten außerdem Hajo Wiedorn, der im März ebenfalls das Bundesverdienstkreuz für sein politisches Wirken verliehen bekommen hatte, sowie Maike Dietrich den Bürgerpreis. Die junge Frau hatte im Februar einen Mann aus dem eiskalten Speicherbecken in Geeste gerettet .

Ein sorgfältig gestaltetes Fotobuch mit individueller Ausgestaltung gab es für die drei.

Auch Maria Hoff engagiert sich ehrenamtlich . Im Haus „Am Kanal 9“ leben in zwei Wohnungen je zwei Flüchtlingsfamilien, und mit diesen vier Familien war Hoff auf dem Bürgerempfang erschienen, um über die nachbarschaftlichen Beziehungen zu erzählen. „Wir sind hier inzwischen ein eingeschworener Verein“, betonte die patente Frau, die ihre Hilfe anbietet. Vor allem, wenn es Probleme mit der Sprache gebe, sei sie eine viel frequentierte Anlaufstelle. Wenn Post von z.B. der Stadt käme, heiße es schnell: „Maria, guck mal hier!“ Die Familienmitglieder wurden kurz vorgestellt, darunter befinden sich Kinder und Jugendliche. „Ein ganz tolles Zusammenleben ist das; ich lerne viel von den Leuten“, so Hoff. Offensichtlich gehört auch der Austausch von Rezepten dazu, denn nach der Vorstellung wurden fremdländische Speisen verteilt, die von Tisch zu Tisch gereicht wurden und die am Ende vollständig weggeputzt waren.

Die Ausführungen von Katharina Mehring vom Zukunftsbüro Wabe schlossen sich inhaltlich direkt an: „Wir machen uns Gedanken darüber, wie es wird, wenn im Frühjahr 30 Flüchtlinge ins Ludwig-Windthorst-Haus kommen. Sicher ist, dass wir keinen blinden Aktionismus wollen. Daher lege ich im Foyer eine Liste aus, in der sich Menschen, die sich grundsätzlich vorstellen können, zu helfen, eintragen können. Wir können dann gezielt auf diejenigen zugehen“. Außerdem betonte Mehring, dass Inklusion ebenfalls wichtig für die Zukunft eines Dorfes sei. Sie hob zwei Initiativen hervor: den Mittagstisch für Senioren sowie den Lebensmittelbringdienst des ansässigen Supermarktes.

http://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/616947/voller-erfolg-mittagessen-fur-senioren-in-lingen

In seinem Bericht aus dem Ortsrat griff Ortsbürgermeister Dietrich viele Aspekte aus dem Vortrag von Annette Große-Heitmeyer nochmals auf und konnte somit einen positiven Ausblick auf die Zukunft Holthausen-Bienes werfen. Um nur einige Punkte zu nennen: „Bei der Nahversorgung können wir uns nicht beschweren“. Das Miteinander werde durch viele intakte Vereine gefördert, und der Name Dorfgemeinschaftshaus – auch Ort der Bürgerversammlung – passe Dank Pächter Reinhold Hermes, der viel neuen Schwung hierherein bringe, wie die Faust aufs Auge. Ganz gegen den Trend sei die Einwohnerzahl 2014 um 36 Bürger gestiegen. Dass die Bevölkerung Holthausen-Bienes nicht überaltert ist, bewies auch der Auftritt der Mädchen-Jazztanzgruppe „die Quirlies“.


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