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03.09.2015, 18:04 Uhr STRUKTURDATEN VORGESTELLT

Wirtschaftswachstum in Lingen: Die Spitze halten

Kommentar von Thomas Pertz

Das Gewerbegebiet an der Schillerstraße in Lingen. Foto: Richard HeskampDas Gewerbegebiet an der Schillerstraße in Lingen. Foto: Richard Heskamp

Lingen. Die guten Wirtschaftsdaten für die Stadt Lingen sind kein Anlass, um sich auf den Zahlen auszuruhen, meint der Kommentator.

Die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Lingen lässt derzeit nichts zu wünschen übrig. Auf der ersten Erfolgswelle ritt die Stadt in Bonanza-Manier. Letzte Woche präsentierte die Verwaltung über 53000 Einwohner mit Hauptwohnsitz auch als Ergebnis attraktiver Standortfaktoren. Nun als Sahnehäubchen positive Wirtschaftsdaten, ein Plus von 671 Betrieben in zehn Jahren und fast 25500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Da verwundert die gute Laune des Oberbürgermeisters nicht. Auch die politisch Verantwortlichen im Rat, die ihren Anteil an dieser positiven Entwicklung haben, dürfen sich auf die Schultern klopfen.

Dabei sollten sie es aber nicht bewenden lassen. Den Berg erklimmen ist das eine, sich an der Spitze zu halten das andere. Auf große Gewerbeansiedlungen zu warten, wäre sicher die falsche Strategie. In der Zwischenzeit machen dann womöglich andere Kommunen das Rennen um die Mittelständler. Hübsche Gewerbegebiete gibt es schließlich auch woanders.

Lingens Wirtschaftsförderer Ludger Tieke misst deshalb völlig zu Recht der Bestandspflege im Lingener Mittelstand große Bedeutung zu. Die Wünsche und Sorgen der Betriebe zu kennen, ist entscheidend, um sie auch in Zukunft in der Stadt zu halten. Und mit ihnen die Arbeitnehmer und Arbeitsplätze – und die guten Nachrichten aus dem Rathaus.


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