Treffen in Brockhausen Treckerclub in Lingen präsentiert seine Schätzchen

Stolz präsentieren die Mitglieder des Treckerclubs Brockhausen die beiden neuen „Schätzchen“, den „Fordson N“ (rechts) und den „Fendt F18“ (links) Foto: Treckerclub BrockhausenStolz präsentieren die Mitglieder des Treckerclubs Brockhausen die beiden neuen „Schätzchen“, den „Fordson N“ (rechts) und den „Fendt F18“ (links) Foto: Treckerclub Brockhausen

Lingen. Den Erhalt alter Landtechnik haben sich die zwölf Mitglieder des Treckerclubs Brockhausen auf die Fahnen geschrieben. Um den vielen Oldtimerfans und Interessierten in der Region einen Überblick über das Hobby zu verschaffen, wird am Sonntag, 23. August, zum Oldtimertreffen nach Brockhausen eingeladen.

Ab 10 Uhr wird am Dorfgemeinschaftshaus im Lingener Stadtteil Brockhausen ein abwechslungsreiches Programm geboten. Viele Oldtimerfreunde aus der näheren und weiteren Umgebung haben bereits ihr Kommen zugesagt, um ihre „Schätzchen“ zu präsentieren – vom noch nicht restaurierten sogenannten Scheunenfund bis hin zum wieder herrlich blitzenden Trecker.

Im Mittelpunkt steht natürlich die Vorstellung von funktionsfähigen alten Traktoren sowie von Maschinen und Geräten aus der Landwirtschaft, wie sie in früheren Jahren auf jedem Bauernhof im Einsatz waren. Die Oldtimerfreunde haben sie mit viel Liebe zum Detail restauriert, um sie der Nachwelt zu erhalten. Im Dorfgemeinschaftshaus wird von den Frauen der Oldtimerfreunde Kaffee und selbst gebackener Kuchen angeboten.

70 historische Trecker

Im Treckerclub Brockhausen, der 1992 gegründet worden ist, stehen derzeit neben zahlreichen Maschinen und Geräten etwa 70 historische Trecker in den Garagen und Hallen. Dazu gehört beispielsweise neuerdings ein Fordson N, Baujahr 1930 mit 29 PS, vier Zylinder, 4380 Kubikzentimeter Hubraum und einem Gewicht von 1636 Kilogramm. Der Fordson N läuft 15 km/h und „säuft“ einen Liter Benzin pro Minute Fahrzeit, so Karl-Heinz Bramschulte, Besitzer des Modells. Bei dem Verbrauch sei ein Zusatzkanister mit Benzin auf dem Trecker unabdingbar, um nicht nach wenigen Metern auf dem Trockenen zu stehen.

„Fordson“ leitet sich übrigens von Henry Ford und Sohn ab. Der legendäre amerikanische Autobauer hat vom Vorgängermodell „Fordson F“ von 1917 bis 1928 rund 750000 Traktoren in Fließbandproduktion hergestellt und dabei die Erfahrungen aus dem Autobau genutzt, weiß Karl-Heinz Bramschulte zu berichten. Ab 1929 bis 1945 wurde die Produktion des Fordson N mit einer Stückzahl von 31461 in England aufgenommen. Das von Henry Ford entwickelte Grundprinzip der „Blockbauweise“ sei auch heute noch in den modernen Traktoren zu finden.

Neu im Bestand der Brockhausener Oldtimerfans ist zudem ein Fendt F 18 Wasserverdampfer, Baujahr 1939.