Erste Gruppe ist da Landkreis Emsland nimmt weitere 134 Flüchtlinge auf

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Die erste Gruppe an beschleunigt zugewiesenen Flüchtlingen ist am 13. August 2015 im Emsland angekommen. Foto: dpaDie erste Gruppe an beschleunigt zugewiesenen Flüchtlingen ist am 13. August 2015 im Emsland angekommen. Foto: dpa

Meppen. Die erste Gruppe von Flüchtlingen, die über die beschleunigte Zuweisung in den Landkreis kommt, hat am Donnerstag das Emsland erreicht. Das hat die Kreisverwaltung mitgeteilt.

3000 Flüchtlinge werden niedersachsenweit bei der beschleunigten Zuweisung auf die Kommunen verteilt. 134 davon kommen ins Emsland. In zwei Gruppen von jeweils über 60 Personen werden sie dem Landkreis zugewiesen. Die zweite Gruppe wird in der kommenden Woche erwartet und auf die emsländischen Städte und Gemeinden verteilt. Alle Kommunen seien über die Zahl der ihnen zugehenden Flüchtlinge vorab vom Landkreis informiert worden.

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Die Asylsuchenden kommen aus dem Sudan, aus Syrien, von der Elfenbeinküste, aus Albanien und dem Kosovo. Ihre Verteilung auf die Gemeinden erfolge mit Augenmaß, betont Landrat Reinhard Winter: „Wir haben berücksichtigt, wie viele Flüchtlinge von den einzelnen Kommunen bereits aufgenommen wurden und haben die weiteren Zuweisungen davon abhängig gemacht.“

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Bis zum 3. Quartal 2015 hat der Landkreis 1431 Asylbewerber aufzunehmen, zugewiesen wurden bislang 1030 Menschen. Abzüglich der 134 Flüchtlinge sind damit noch weitere 267 Asylbewerber im Emsland aufzunehmen. Das Land Niedersachsen beteiligt sich 2015 an den Kosten mit insgesamt 4,5 Millionen. Euro. Dieser Betrag errechnet sich aus der Abgeltungspauschale von 6195 Euro pro Jahr und Flüchtling – allerdings auf der Basis der viel geringeren Asylbewerberzahl aus 2013 (733 Flüchtlinge). Darüber hinaus stellt das Land den Kommunen für 2015 einmalig rund 40 Millionen Euro zur Verfügung, davon etwa 1,5 Millionen Euro für den Landkreis Emsland.

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Der Bund hat seine finanziellen Hilfen für die Länder und Kommunen in 2015 auf eine Milliarde Euro verdoppelt und hat angekündigt, sich ab 2016 dauerhaft an den Kosten beteiligen zu wollen. „Die Kommunen erwarten, dass auf dem Flüchtlingsgipfel im September dazu konkrete Entscheidungen getroffen werden“, sagt Winter. 2015 kommen dem Landkreis rund 3 Millionen Euro Bundesmittel zu.

„Nach diesen angekündigten Zahlungen von Bund und Land verringert sich die zunächst errechnete Unterdeckung von 10,4 auf 7,6 Millionen Euro. Bei steigenden Zuweisungen von Asylbewerbern kommt es durchaus aber wieder zu höheren Kosten und das Defizit wird wieder steigen“, so Winter abschließend.


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