Neue Quote erwartet Keine Unterbringung von Flüchtlingen in Lingener Turnhallen

Von Wilfried Roggendorf

In solchen Wohnheimen sollen ab Mitte Oktober Flüchtlinge in Lingen untergebracht werden. Grafik: SH Holz- und Modulbau GmbH, Ripperda Bauplanungs- und IngenieurbüroIn solchen Wohnheimen sollen ab Mitte Oktober Flüchtlinge in Lingen untergebracht werden. Grafik: SH Holz- und Modulbau GmbH, Ripperda Bauplanungs- und Ingenieurbüro

Lingen. Die Stadt Lingen plant keine Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen. Der derzeit benötigte Platz soll durch sogenannte modulare Wohnheime gedeckt werden.

Die Stadt Rheine richtet in dieser Woche die städtische Turnhalle am Emsland-Stadion für die Unterbringung von 48 Flüchtlingen her . Eine ähnliche Situation in Lingen möchte Katrin Möllenkamp, Fachbereichsleiterin Recht und Ordnung, vermeiden. „Das ist im Moment auf keinen Fall geplant“, betont sie.

Stattdessen wolle die Stadt noch 2015 vier der acht geplanten „modularen Wohnheime“ errichten, in denen jeweils bis zu 30 Flüchtlinge Platz finden. „Ende August werden wir am Schwarzen Weg mit den Arbeiten für das Fundament beginnen“, erklärt Möllenkamp. Nach der für Anfang September geplanten Montage könnten dann dort Mitte Oktober die ersten Flüchtlinge einziehen.

Darme im September

Mit dem Bau der zweiten Anlage solle Mitte September am Darmer Waldstadion begonnen werden. Auch wenn die Stadt Lingen weitere Flüchtlinge aufnehmen muss: „Ziel ist es, Turnhallen zu vermeiden, und der Weg dazu sind die modularen Wohnheime.“

Im Januar sei der Stadt Lingen eine Quote von 230 Flüchtlingen zugeteilt worden. „Diese Quote haben wir fast erreicht“, so Möllenkamp. Aus der „beschleunigten Zuweisung“, die zur Entlastung der überfüllten Auffanglager erfolge, seien Lingen zwölf Flüchtlinge zugewiesen worden. Möllenkamp legt Wert auf die Feststellung, dass diese auf die festgelegte Quote angerechnet würden. „Insofern ist das für uns keine dramatische Entwicklung. Wir sind darauf gut vorbereitet. Trotzdem rechne sie täglich mit einer neuen Quote: „Wir schätzen, dass die Stadt bis zu 200 zusätzliche Flüchtlinge bis zum Jahresende aufnehmen muss.“

Erfreut zeigte sich Möllenkamp im Gespräch mit unserer Redaktion über ein Ergebnis der Debatte und der Infoveranstaltungen zur Aufstellung neuer Flüchtlingswohnheime: „Wir haben viele Wohnraum-Angebote für Flüchtlinge erhalten.“ Die Fachbereichsleiterin hat nun aber ein Problem: „Wir haben Schwierigkeiten, Möbel und Handwerker zu bekommen, um die Wohnungen einzurichten.“