Eine Woche Dauerarrest Amtsgericht Lingen verurteilt 19-Jährigen

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Das Jugendschöffengericht des Amtsgerichts hat einen 19-Jährigen wegen Diebstahls zu einer Woche Dauerarrest verurteilt. Foto: Manuel GlasfortDas Jugendschöffengericht des Amtsgerichts hat einen 19-Jährigen wegen Diebstahls zu einer Woche Dauerarrest verurteilt. Foto: Manuel Glasfort

Lingen. Das Jugendschöffengericht in Lingen hat einen 19-Jährigen wegen Einbruchs zu einer Woche Dauerarrest verurteilt.

Um den letzten Jahreswechsel herum ist es in der Stadt Freren zu vermehrten Einbrüchen gekommen.Wegen zwei in dieser Zeit datierten Einbruchsdiebstählen, von denen einer im Versuchsstadium geblieben ist, ist ein 19-jähriger aus dem südlichen Emsland vom Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Lingen verurteilt worden. Auf den Heranwachsenden warten eine Woche Dauerarrest, 100 Stunden gemeinnützige Dienste sowie eine sechsmonatige Einzelbetreuung durch den SKM. Drei weitere ihm zur Last gelegten Anklagepunkte wurden in Hinblick auf die verurteilten Taten vorläufig eingestellt.

Der 19-jährige hat gestanden, gemeinsam mit Mittätern die Tür zu einem Geräteschuppen der Samtgemeinde Freren aufgehebelt zu haben, jedoch im Innern vergeblich nach Diebesgut gesucht zu haben. Er hat ebenfalls eingeräumt, in die Holzhütte einer Kindertagesstätte eingestiegen zu sein, wo er Gartengeräte im Wert von rund 300 Euro mitgenommen habe. Den Laubbläser, die Heckenschere, den Freischneider und den Feuerlöscher habe er im Internet zu Geld machen wollen. Allerdings hatte die Mutter des Angeklagten die erbeuteten Gegenstände zuvor in ihrer Gartenlaube entdeckt und die Polizei informiert.

Der 19-jährige bestritt hingegen, versucht zu haben, in einen Heimwerkermarkt einzubrechen, indem er eine Fensterscheibe einschlug. Ebenso verneinte er, im Schulkiosk der Oberschule Stehlenswertes gesucht zu haben und aus einem aufgebrochenen Imbisswagen 30 Bratwürstchen sowie 15 Kilo Pommes entwendet zu haben.

Tagesstruktur nötig

Zuletzt war der 19-jährige mit schwieriger Vergangenheit im März dieses Jahres wegen Sachbeschädigung zu 100 Stunden gemeinnützigen Diensten sowie einer halbjährlichen Einzelbetreuung beim SKM verurteilt worden. Die Jugendgerichtshilfe verwies darauf, dass diese Maßnahmen auch weiterhin durchaus geeignet seien, dem 19-jährigen eine Tagesstruktur und eine Perspektive zu geben. Die Jugendgerichtshilfe empfahl Anwendung des Jugendstrafrechts aufgrund von Reifedefiziten des jungen Mannes.


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