„Umleitung bringt Fass zum Überlaufen“ Unverständnis bei Lingener Bürgerinitiative Ulanenstraße

Hier lang sollt nach Meinung der BI der Verkehr umgeleitet werden. Foto: RoggendorfHier lang sollt nach Meinung der BI der Verkehr umgeleitet werden. Foto: Roggendorf

Lingen. Die Entscheidung der Landesstraßenbaubehörde, den aufgrund der Sperrung der Bundesstraße 70 in Meppen anfallenden Verkehr durch Damaschke zu leiten, sorgt bei der Bürgerinitiative Ulanenstraße (BI) für Befremden und Unverständnis. Dies hat die BI jetzt mitgeteilt.

Aus Sicht der BI werde das Desinteresse an der Verkehrssituation im Stadtteil vonseiten der unterschiedlichen Behörden mittlerweile merklich zur Schau gestellt. Obwohl es möglich gewesen wäre, werde bewusst davon abgesehen, den Verkehr über die fertig ausgebaute Ulanenstraße, und damit um Damaschke herum, abzuleiten.

Ungenutzte Möglichkeit

Landesbehörde und Stadtverwaltung seien sich der Probleme und der unzumutbaren Verkehrssituation im Stadtteil bewusst. Beide hätten die Möglichkeit gehabt, mit geringem bürokratischen Aufwand ein positives Zeichen an Damaschke zu senden. Stattdessen belasteten sie die Anwohner der B213 mit Tausenden weiteren Fahrzeugen. Und das mitten in den Sommerferien. Wem jetzt noch nicht klar sei, welche Prioritäten die Sorgen der Bürger Damaschkes besitzen, sollte vielleicht noch Folgendes wissen, sagt BI-Sprecher Dennis Dickebohm: „Seit mehr als einem Jahr warten wir auf einen versprochenen Vorwegweiser für die Ulanenstraße aus Fahrtrichtung Haselünne. Mittlerweile sechs Monate warten wir auf Ergebnisse eines offiziellen Antrags für ein Nachtfahrverbot zwischen der Ulanenstraße und der Anschlussstelle Damaschke. Stillstand im Bezug auf die verkehrliche Entlastung des Stadtteiles waren wir bislang durchaus gewohnt. Das die zuständigen Behörden die Situation jetzt aber bewusst auch noch verschlechtern, bringt das Fass zum Überlaufen.“

Die BI frage sich, wo eigentlich die gewählten Ratsvertreter des Stadtteiles seien. Sei es nicht ihre Aufgabe, das Handeln der Verwaltung zu überwachen und gegebenenfalls einzugreifen?