Bericht zur Gleichstellung Führungskräfte im Lingener Rathaus zu 30 Prozent Frauen

Rund 56 Prozent der Angestellten in der Lingener Stadtverwaltung sind Frauen. Foto: Manuel GlasfortRund 56 Prozent der Angestellten in der Lingener Stadtverwaltung sind Frauen. Foto: Manuel Glasfort

Lingen. Auf dem Weg zur Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, auch in der Lingener Stadtverwaltung, ist noch einiges zu tun – auch wenn man bereits auf einem guten Weg zur Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern sei.

Zu diesem Fazit gelangten im Rat der Stadt Lingen Oberbürgermeister Dieter Krone und die Gleichstellungsbeauftragte Angelika Roelofs.

Nach Angaben des Verwaltungschefs ist der Anteil der Frauen an der Gesamtzahl der Beschäftigten in der Kernverwaltung und ihrer Eigenbetriebe seit Jahren bei konstant über 50 Prozent. Im Berichtszeitraum zwischen 2012 und 2014 bei etwa 56 Prozent. Das sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass in den vergangenen Jahren gerade in den Verwaltungsberufen verstärkt Frauen als Nachwuchskräfte eingestellt worden seien.

Krone: „Im Berichtszeitraum betrug der Anteil der Frauen an der Gesamtzahl der Führungskräfte rund 30 Prozent, was eine Verbesserung zum vergangenen Berichtzeitraum um rund sieben Prozent ausmacht.“

Zudem ergänzte Krone, dass für die Förderung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf ein wesentlicher Bestandteil sei. Hier versuche die Stadt mit verschiedenen Angeboten einen Beitrag zu leisten. So könne im Rahmen des familienpolitischen Programms Wohnbauflächen auch an alleinerziehende Mütter oder Väter vergeben werden, um eine gewünschte Familienumgebung im eigenen Heim zu ermöglichen.

„Mehr Migrantinnen“

Angelika Roelofs machte unter anderem deutlich, dass das Gleichstellungsbüro zunehmend von Migrantinnen aufgesucht werde, die mehr über Trennung, Weiterbildung und Unterstützung wissen wollten. Die meiste Zeit ihrer Arbeit nähmen allerdings noch immer Personalgespräche ein.

Für die Bürgernahen (BN) wollte deren Vorsitzender Robert Koop von der Verwaltung wissen, wie viele Grundstücke bereits an alleinerziehende Mütter oder Väter, im Rahmen des familienpolitischen Programms, vergeben worden seien? Weil die Frage nicht ad hoc beantwortet werden konnte, soll dazu später Stellung genommen werden.

Edeltraut Graeßner appellierte als Sozialdemokratin an die Adresse der Verwaltungsspitze, gehobene Positionen doch auch einmal mit Teilzeitkräften zu besetzen.

In Richtung Gleichstellungsbeauftragte bat Michael Fuest (Grüne) darum, mehr für die Jungen zu tun.


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