Erstmals Spürhunde im Einsatz Abifestival 2015: Polizei sorgt sich wegen Drogenverstößen

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Drogenspürhunde hatte die Polizei beim Abifestival 2015 im Einsatz. Symbolfoto: dpaDrogenspürhunde hatte die Polizei beim Abifestival 2015 im Einsatz. Symbolfoto: dpa

Lingen. Die in Spitzenzeiten bis zu 10.000 Besucher des Lingener Abifestivals konnten sich über ein hervorragend organisiertes, fröhliches und vor allem sicheres Fest freuen. Das teilt die Polizei mit, der jedoch die Zahl der Drogenverstöße Sorgen bereitet.

Insbesondere am ersten Veranstaltungstag, aber auch am Samstag, hatten die Beamten mit speziell ausgebildeten Hunden die Anreisenden auf Drogen kontrolliert. Wie die Polizei am Montagnachmittag mitteilte, seien 60 Drogenverstöße festgestellt worden. (Hier gibt es die Bilder vom Abifestival: Tag eins und Tag zwei )

Dies sei Anlass zur Sorge, im Vergleich zu den vergangenen Jahren sei dies eine enorme Steigerung, schreibt die Polizei. Rauschgiftspürhunde waren in den Vorjahren nicht im Einsatz gewesen. „Es ist nicht hinnehmbar, dass beim Abifestival 2015 in diesem Ausmaß Drogen konsumiert wurden“, wird Karl-Heinz Brüggemann, Leiter der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, in der Pressemitteilung zitiert. Die Polizei werde deshalb das Gespräch mit dem Veranstalter und der Stadt Lingen suchen, damit dieser besorgniserregenden Entwicklung des Drogenkonsums durch geeignete Maßnahmen beim Abifestival 2016 entgegengewirkt werden könne.

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Brüggemann hatte ansonsten jedoch ein ausdrückliches Lob vor allem für die zahlreichen ehrenamtlichen Mitorganisatoren, den gut aufgestellten privaten Sicherheitsdienst sowie die Mitarbeiter des Sanitätsdienstes parat. Allein Letzterer sei zu insgesamt 250 Hilfeleistungen angefordert worden. In 17 Fällen mussten junge Leute aus unterschiedlichen Gründen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

„Vor allem die sehr niedrige Zahl an Aggressionsdelikten stimmt uns positiv“, so Brüggemann. Die an beiden Tagen etwa 40 eingesetzten Beamten verzeichneten insgesamt sieben Körperverletzungen und drei Diebstähle. In zwölf Fällen musste ein Platzverweis ausgesprochen werden.

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