Ex-Oberstadtdirektor wird 80 Karl-Heinz Vehring ist stolz auf die Stadt Lingen

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Ein Leben für Lingen: Karl-Heinz Vehring wird am Samstag, 18. Juli,  80 Jahre alt.Ein Leben für Lingen: Karl-Heinz Vehring wird am Samstag, 18. Juli, 80 Jahre alt.

Lingen. Lingens früherer Oberstadtdirektor Karl-Heinz Vehring feiert an diesem Samstag bei guter Gesundheit im privaten Kreis die Vollendung seines 80. Lebensjahres.

Zu seinem Ehrentag gratulieren besonders seine Ehefrau Margret, mit der er seit 53 Jahren glücklich verheiratet ist, Tochter Irene, Sohn Karl-Heinz, deren Ehepartner und sechs Enkelkinder im Alter zwischen sieben und 22 Jahre.

Von 1965 bis 2000 hatte Vehring in Diensten der Stadt gestanden, davon fast 33 Jahre als Stadt- beziehungsweise Oberstadtdirektor. „Ich bin stolz auf Lingen, wie es sich heute mit seinen Ortsteilen präsentiert“, betonte der Ehrenbürger der Stadt in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Vehring im Februar 2009 erinnerte der damalige Oberbürgermeister Heiner Pott an den „150-prozentigen Einsatz“ des Verwaltungschefs mit den Worten: „Du warst über Jahrzehnte die personifizierte Stadt.“

Seit dem Ausscheiden aus dem Amt als Oberstadtdirektor am 30. April 2000 stellt sich Vehring mit seinen Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen verstärkt ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit. So ist er seit 35 Jahren Vorsitzender des Kreisverbandes vom Deutschen Roten Kreuz , leitet seit 24 Jahren den Verein Altenwerk Lingen und ist bereits 33 Jahre im Vorstand des Wasserverbandes Lingener Land tätig (seit 2001 Verbandsvorsteher). Überdies fungiert er seit 2002 als stellvertretender Verbandsvorsteher des Dachverbandes der Wasserwirtschaft im Landkreis Emsland. Zudem arbeitet der passionierte Jäger in den Trägervereinen für das Bonifatius-Hospital, das Christophorus-Werk und für das Ludwig-Windthorst-Haus mit. Ferner gehört er dem Heimatverein Lingen und dem Unterhaltungsverband Ems I an.

„Das Ehrenamt vernetzt die Menschen in der Gesellschaft“, unterstrich der Familienvater und fügte hinzu: „Zugleich ist es Ausdruck des Subsidiaritätsprinzips. Es bedeutet, dass Aufgaben wenn möglich in kleinen Einheiten eigenverantwortlich bewältigt werden, weil dies am effektivsten ist.“ Als Beispiel nannte er das Deutsche Rote Kreuz. Die Organisation erfülle neben vielen anderen Aufgaben im Zusammenwirken von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen die staatlichen Aufgaben des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes.

Karl-Heinz Vehring wurde am 18. Juli 1935 in Klosterholte bei Haselünne als zweitjüngstes von neun Kindern geboren und legte 1956 die Reifeprüfung am Gymnasium Meppen ab. Anschließend studierte er erfolgreich Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Münster und Freiburg. Zwei seiner Brüder mussten im Krieg gegen England kämpfen und überstanden den Waffengang. Deshalb war dem späteren Lingener Verwaltungschef die Aussöhnung mit den einstigen Kriegsgegnern, die sich in Städtepartnerschaften manifestierte, eine Herzensangelegenheit. Im August 2013 machte Vehring den Bürgern ein besonderes Geschenk, als er das 384-seitige Buch „Lingen-Zentrum einer Region“ vorstellte.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN