Möllenkamp: Keine Durchgangsstation In Lingen-Laxten ist ein Wohnheim für zwölf Flüchtlinge geplant

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Im Haus links an der Lengericher Straße in Laxten wohnen bereits zwölf Flüchtlinge. Dahinter soll ein modulares Wohnheim für weitere zwölf Personen entstehen. Foto: Wilfried RoggendorfIm Haus links an der Lengericher Straße in Laxten wohnen bereits zwölf Flüchtlinge. Dahinter soll ein modulares Wohnheim für weitere zwölf Personen entstehen. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Die Stadt plant, ein modulares Wohnheim für zwölf Flüchtlinge im Ortsteil Laxten an der Lengericher Straße 15 zu errichten. Dies hat Katrin Möllenkamp, Fachbereichsleiterin Recht und Ordnung, am Dienstagabend auf einer Informationsveranstaltung, die von rund 50 Bürgern besucht wurde, mitgeteilt.

Gegen das Wohnheim sprach sich lediglich ein Bürger aus. Seine Lebensgefährtin sei Nachbarin des Hauses, in dessen Garten der Bau geplant ist. Dort wohnen laut Möllenkamp bereits jetzt zwölf Flüchtlinge. „In Wahrheit sind dies aber einige mehr“, behauptete der Mann. „Als diese Leute vor zwei Jahren kamen, war das eine heftige Zeit der Eingewöhnung, auch, wenn sie am Ende freundlich und zugewandt sind.“ Er berichtete von Problemen bei der Mülltrennung, Lärm und lauten Feiern. „Es hätte genug Anlässe gegeben, Polizei und Ordnungsamt einzuschalten.“ Die Belastungsfähigkeit der unmittelbaren Nachbarn sei erreicht.

Dem widersprachen andere Bürger und auch Vertreter von Verwaltung und SKM. So erklärte Möllenkamp, in der letzten Woche täglich gegen 23 Uhr den Lärm kontrolliert zu haben: „Da war es ruhig“. Ortsbürgermeister Remi Stöppelmann erklärte, er habe weitere Nachbarn befragt. Diese hätten kein Problem.

Zugeständnisse machen

Ein Bürger erinnerte an die gesellschaftliche Pflicht, Flüchtlinge aufzunehmen: „Da müssen wir temporäre Zugeständnisse machen.“ Zwar seien nicht „alle Menschen Engel“, aber oft handele es sich nur um Anfangsschwierigkeiten. Ein weiterer Bürger forderte einen konkreten Ansprechpartner, falls es zu Problemen kommen sollte. Oberbürgermeister Dieter Krone sagte, man überlege, eine 24-Stunden-Hotline einzurichten. SKM-Geschäftsführer Hermann-Josef Schmeinck erklärte, der SKM betreue die Flüchtlinge und müsse informiert werden, wenn es Probleme gebe.

Diesen Ball griff ein weiterer Teilnehmer auf: „Der SKM soll sagen, was er konkret an Hilfe braucht. Es gibt genügend Leute in Laxten, die den Flüchtlingen helfen wollen.“

Nicht beantworten konnte Möllenkamp die Frage, ob Familien oder Einzelpersonen in Laxten untergebracht werden sollen. „Wir erhalten die Information, welche Personen uns zugewiesen werden, selbst erst eine Woche vorher.“ Auch könne sie nicht sagen, wie lange die Menschen in den Wohnheimen bleiben würden: „Sie sind im Moment nicht als Durchgangsstation, sondern als reguläre Unterkünfte gedacht.


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