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02.07.2015, 11:10 Uhr KOMMENTAR

Der Ton stimmte

Ein Kommentar von Thomas Pertz




Lingen. Das war ein gutes Signal aus Heukamps Tannen für die weitere Diskussion über Flüchtlinge und deren Unterbringung in Lingen.

Kein aggressiver Ton war im Bürgerhaus zu hören, allenfalls die Sorge darüber, wie es künftig werden soll im Stadtteil mit den neuen Bewohnern. Die werden sich am Schwarzen Weg zunächst so fremd vorkommen wie die Anwohner, wenn diese ihre angestammte Heimat verlassen und ein mehrere 1000 Kilometer weiter neu anfangen müssten. Der kürzeste Weg zwischen beiden Gruppen wird ein Lächeln sein, wie es Willi Büter vom Bürgerverein Heukamps Tannen am Ende des Abends so treffend auf den Punkt brachte.

Die mit Zahlen und Fakten von der Verwaltung unterfütterte Veranstaltung, angereichert um die langjährigen Erfahrungsberichte des SKM in der Flüchtlingsarbeit, lässt für den Verlauf der weiteren Infoabende in Lingen hoffen.

Deutlich wurde aber auch: Dort, wo es hakt, sind es die Akteure auf Bundesebene, die gefordert sind. Die immer noch zu langen Asylverfahren und bürokratische Hemmnisse bei Deutschkursen sind zwei Beispiele. Gut zu wissen vor Ort in Lingen: Durch das Betreuungskonzept der Stadt und des SKM sind weder die Flüchtlinge sich selbst überlassen, noch ihre Nachbarn.


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