40-Tonner ist angekommen Ukrainer dankbar für die Hilfe aus Lingen

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Lingen. Der 40-Tonner, der sich vom Lingener Ortsteil Bramsche aus mit 9,3 Tonnen Hilfsgütern auf den rund 1500 Kilometer langen Weg in die Ukraine gemacht hatte, ist heil angekommen. Dies berichteten Reinhold Diekamp und Ferdinand Dreising vom „Freundeskreis der Ukrainefahrer“, die den Transport ab der ukrainischen Grenze bis zum Ziel begleiteten.

Beide waren sich nach Angaben in einer Pressemitteilung der Stadt einig, dass dadurch sehr vielen Menschen geholfen worden sei, denn die Ladung des Sattelzuges mit Krankenhausbetten, Rollstühlen, Rollatoren, medizinischen Hilfsmitteln, Sanitätsmaterial und Dinge des täglichen Bedarfs sowie 810 Kartons mit Kleidung, Schuhen oder Spielzeug seien direkt vor Ort bei den Hilfsbedürftigen angekommen.

„Die Abwicklung an der Grenze und im Zollhof in Ternopil ist problemlos verlaufen. Dabei hat die Unterstützung des Roten Kreuzes aus Ternopil erheblich geholfen“, erklärten Diekamp und Dreising. Im ganzen Land müssten Flüchtlinge und Verletzte untergebracht und versorgt werden. Die Hilfsgüter aus Lingen seien eingelagert worden, um sie an Familien und Flüchtlinge aus dem Osten der Ukraine verteilen zu können. „Das Rote Kreuz in Ternopil und Lanowzy hat die Verantwortung übernommen und sorgt dafür, dass die Sachen den rund 3000 Bedürftigen vor Ort zukommen“, erklärten beide.

Zudem würden beim Ausbau der Sozialisation in Juskowsky als erstes der Dachstuhl und ein Teil der Fenster erneuert, um hier eine weitere Versorgung von kranken Menschen zu ermöglichen. „Die Kosten der gesamten Maßnahme liegen bei rund 6000 Euro, von denen wir 5000 Euro übernommen haben. Die gut vorangehenden Arbeiten werden im Juni abgeschlossen sein“, waren sich Diekamp und Dreising sicher.

16-Stunden-Fahrt

Alle Mitglieder des „Freundeskreis der Ukrainefahrer“ wissen, dass eine Reise zu den Partnerorten in der Ukraine immer sehr zeitaufwendig und mit wenig Schlaf verbunden ist, denn alle waren schon einmal mit Hilfsgütertransporten in die Region Ternopil gefahren. Auch für Diekamp und Dreising war die Fahrt in die Ukraine trotz aller Freude der Menschen vor Ort sehr anstrengend, denn es galt, 16 Stunden mit Pausen hin und dann wieder 16 Stunden zurück ins Emsland zu fahren.

Reinhold Diekamp betonte: „Wir sind mit dem Eindruck nach Lingen zurückgefahren, dass mit den Hilfsgütern und dem Geld für die Menschen in der schwierigen Zeit in der Ukraine viel Gutes geleistet wurde. Aber es wurde auch deutlich, dass hier noch viel Unterstützung notwendig sein wird, wenn die Ukraine nicht bald zu Ruhe und Frieden kommt.“ Diekamp und Dreising dankten im Namen des „Freundeskreis der Ukrainefahrer“ besonders allen, die sie aktiv oder durch Geldspenden unterstützt haben.


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