Rasen mähen, einkaufen, Gassi gehen Georgianer in Lingen starten Spendenaktion für Südafrika

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Freude und Begeisterung auf beiden Seiten – Georgianer winken ihren Mitschülern in Südafrika übers Internet herzlich zu. Foto: GeorgianumFreude und Begeisterung auf beiden Seiten – Georgianer winken ihren Mitschülern in Südafrika übers Internet herzlich zu. Foto: Georgianum

Lingen. Mit einer Informationsveranstaltung hat die traditionelle Spendensammelaktion am Gymnasium Georgianum in Lingen für Südafrika begonnen. Sie dauert in Zusammenarbeit mit dem Lingener Verein „project: help“ noch bis zum 5. Juni.

Es waren einer Mitteilung der Schule zufolge durchaus beeindruckende Zahlen, mit denen die Organisatoren vom Georgianum, Maria Egbers, Stefanie Merscher und Frank Kösters, während der Vollversammlung aller Schüler aufwarten konnten. So wurden seit 2007 über 30000 Euro in der alle zwei Jahre stattfindenden Aktion gesammelt.

Genauso wie in den vier Malen zuvor bieten Schülerinnen und Schüler vom fünften bis elften Jahrgang auch diesmal wieder ihren Familien, ihrer Nachbarschaft oder ihrem Bekanntenkreis ihre Arbeitskraft an. Ob Rasen mähen, Einkäufe übernehmen oder Hunde ausführen – Möglichkeiten böten sich dazu viele. Vor allem könnten die Schüler dabei auch ihre eigenen Stärken einbringen, wie Frank Kösters betonte. Den zuvor verhandelten Lohn spenden die Arbeitgeber auf Zeit dann der Schule, die die gesammelten Spendengelder komplett an „project: help“ weiterleitet.

Und dass diese Hilfe über die Jahre sehr gezielt und sehr hilfreich ankommt, bewies Barbara Greis von „project: help“ mit Fotos und Videos vom Projekt „Immanuel’s Heaven“, einer staatlich anerkannten Privatschule für benachteiligte Kinder in Südafrika. Seien es die neu ausgestatteten Klassenräume, die neu aufgestellten Spielgeräte oder der neu angelegte Gemüsegarten – all das zeigte eindrücklich, wo und vor allem wem die Spenden zugutekamen und noch kommen werden.

In diesem Jahr wird das gespendete Geld für Schulmaterialien und Lehrbücher, vor allem aber für Lehrerfortbildungen eingesetzt. Die Unterrichtenden müssen für die spezielle Förderung der Kinder geschult werden, die oft einen problematischen Familienhintergrund ohne Lebensperspektive haen. „Die Kinder, egal wie weit sie sind, sollen eine Chance bekommen, selbstständig ihr Leben zu meistern“, so Barbara Greis. Dies könne bedeuten, dass die Schüler dann später zum College gehen, eine Lehre machen oder in einem Job arbeiten.

Als hätte es noch eines letzten Anstoßes zum Mitmachen bedurft, meldete sich überraschend Bubbles Strangman, die Gründerin von „Immanuel’s Heaven“, zur Freude aller Anwesenden per Videokonferenz direkt aus Südafrika. Sie bedankte sich herzlich für die bevorstehende Hilfe und zeigte live die Klassenräume und vor allem ihre Schüler .

Konkrete Hilfe für ein konkretes Projekt – so „entsteht durch das Engagement der Kinder gelebte Solidarität mit Menschen, die Hilfe benötigen“, hob Kösters die Bedeutung der Aktion für die Georgianer selber hervor. So bitten alle Organisatoren und Schüler um Unterstützung und hoffen auf eins: möglichst viel Arbeit.

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