Neuer Studiengang Mit Energie zum Masterabschluss auf dem Campus Lingen

Von Wilfried Roggendorf


Lingen. Auf dem Campus Lingen wird zum Wintersemester 2015/2016 ein neuer Masterstudiengang angeboten. Dass sich ein spannendes Studium mit vielen Berufsmöglichkeiten hinter der eher sperrig klingenden Bezeichnung „Wirtschaftsingenieurwesen-Energiewirtschaft“ verbirgt, macht Prof. Tim Wawer deutlich. Er hat das Studium konzipiert.

„Wenn von Energiewirtschaft die Rede ist, denkt zunächst jeder an das System der Energieversorgung“, sagt Wawer. Aber dies sei nur die eine Seite der Medaille. „Wie setze ich Energie möglichst effizient ein?“, sei für Unternehmen in Zeiten, in denen Energiepreise und Umweltbewusstsein gleichermaßen steigen würden, eine immer wichtigere Frage.

„Im neuen Studiengang betrachten wir beides“, kündigt Wawer an. Die Absolventen könnten nicht nur bei den großen und kleineren Energieversorgern arbeiten, sondern auch in produzierenden Unternehmen. „Es gibt immer mehr gesetzliche Regelungen, die Unternehmen verpflichten, Energiemanagement zu betreiben.“ Dafür würde aber auch ein Verständnis für das Gesamtsystem der Energieversorgung benötigt.

Für Wawer ist es kein Zufall, dass dieser neue Studiengang auf dem Campus Lingen angeboten wird: „Die Konzeption ist in enger Absprache mit Unternehmen, der Stadt und dem Wirtschaftsverband entstanden. Der Ursprungsgedanke zum „Master Energiewirtschaft“ erkläre sich aus der Lingener Historie als „Energy Valley“. Und diese Erfolgsgeschichte möchte Wawer fortschreiben: „Ich denke perspektivisch an eine Zusammenarbeit mit einem ‚Kompetenzzentrum Energie‘, das die Stadt Lingen hoffentlich ins Leben ruft.“

Wawer betont die Vielseitigkeit des neuen Studienganges: „Er gibt einen Überblick über alle wichtigen Technologien.“ Zugleich biete er interdisziplinäre Module an. „Technik, Betriebswirtschaft sowie Politik, Recht und Kommunikation stehen auf dem Programm.“ Der Master Energiewirtschaft profitiere von der Vielseitigkeit der Fakultät für Management, Kultur und Technik auf dem Campus Lingen. „Auch Ingenieure müssen lernen zu kommunizieren“, nennt er ein Beispiel, wie der am Institut für Management und Technik beheimatete Studiengang von den Fähigkeiten des Instituts für Kommunikationsmanagement profitieren könne.

Der neue Studiengang ist nicht nur für Ingenieure mit einem Bachelorabschluss, die wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse nachweisen müssen, gedacht. „Auch Wirtschaftswissenschaftler mit ingenieurwissenschaftlichen Kenntnissen können sich bewerben.“ Über ein Mindestmaß für die Zulassung hinausgehende Kenntnisse in dem einen oder anderen Bereich könnten in den ersten zwei Semestern an der Hochschule Osnabrück nachgeholt werden.

Enge Zusammenarbeit

Eine enge Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft wünscht sich Wawer ausdrücklich: „Unternehmen, die jetzt schon Projektideen für die Studierenden haben, können sich gerne melden.“ Ab dem 15. Mai bestehe die Möglichkeit, sich online um einen der insgesamt nur 25 Studienplätze zu bewerben. Die Bewerbungsfrist laufe am 15. Juli ab.

Weitere Informationen zum Studiengang erteilt Linda Führs, Tel. 0591/80098-208, E-Mail imt@hs-osnabrueck.de. Das Programm des Studienganges und die genauen Studienvoraussetzungen gibt es im Internet auf www.master-energiewirtschaft.de .