Hilfstransport im Mai Die Ukrainefahrer aus Lingen starten wieder

Von Konstantin Schinnerl

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Engagiert: Lkw-Fahrer Alfons Acker, Hans-Georg Hilbers, Hermann Pieper, Hans-Joachim Wiedorn, Reinhold Diekamp, Hinrikus Ude, Christian Humbert, Andreas Pengemann und Stadtratsmitglied Martin Koopmann (von links). Foto: privatEngagiert: Lkw-Fahrer Alfons Acker, Hans-Georg Hilbers, Hermann Pieper, Hans-Joachim Wiedorn, Reinhold Diekamp, Hinrikus Ude, Christian Humbert, Andreas Pengemann und Stadtratsmitglied Martin Koopmann (von links). Foto: privat

Lingen. In diesem Jahr jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 70. Mal. In Erinnerung an ukrainische Zwangsarbeiter in Lingen engagiert sich der Freundeskreis Ukraine für die Menschen in dem krisengeschüttelten Land.

Zwischen der Gemeinde Juskovzy und der Stadt Lingen gibt es seit 1991 eine Verbindung, die durch den ehrenamtlichen Freundeskreis der Ukrainefahrer aufrecht- erhalten wird und auf die Zeit des Nationalsozialismus zurückgeht. Zwischen 1942 und 1945 wurden 86 junge ukrainische Zwangsarbeiter zur Tätigkeit im Eisenbahnausbesserungswerk in Lingen gezwungen. 1991 kamen zwei von ihnen, Wasili und Prokop, zum Besuch nach Lingen. Im Rahmen eines Gegenbesuches lernte eine Delegation aus Lingen das Elend der Menschen in Juskovzy kennen und gründeten den Freundeskreis.

Eigentlich sollten die Hilfslieferungen mit dem Versterben des letzten ukrainischen Zwangsarbeiters, der zur Tätigkeit in Lingen gezwungen wurde, auslaufen. Aufgrund des Konfliktes in der Ukraine wird aber nun auch in diesem Jahr im Mai ein Hilfstransport durchgeführt. Zunächst werden vier Gäste aus der Ukraine in Lingen erwartet, die auch am 8.Mai der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag des Kriegsendes beiwohnen werden.

Die Ukrainefreunde organisieren derzeit Kleidung und Hilfsgüter. Einige Mitglieder des Freundeskreises werden die Fahrt und die vier ukrainischen Besucher begleiten. Unterstützung mit Betten, Rollstühlen und Rollatoren kommt von Firmen, der Bundeswehr und dem Krankenhaus in Nordhorn. Um weitere Hilfsmaßnahmen vor Ort umzusetzen, peilt der Freundeskreis ein Spendenbudget von 6000 Euro an und „hofft auf die Spendenbereitschaft der Menschen in der Region“. Die Spendengelder würden zu 100 Prozent vor Ort eingesetzt.

Aufgerufen wird zu Spenden auf das Konto des DRK-Ortsvereines Elbergen e.V., Kontonummer 1180016170, Sparkasse Emsland, BLZ 26650001, Stichwort Ukrainehilfe.

Kleiderspenden, eingepackt in große und mit Inhalt betitelten Paketen, können abgegeben werden beim Gebäude des DRK Elbergen in der Straße Elbergen 26, bei Herman Pieper in der Mundersumer Straße 9 in Bramsche und in der Halle IV bei Heinz Humbert in der Kaiserstraße 10a.

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