Neubau mit Makler Klaas Zech will in die Innenstadt Lingens kommen

Der geplante Neubau an der Burgstraße in Lingen. Grafik: Krämer + SusokDer geplante Neubau an der Burgstraße in Lingen. Grafik: Krämer + Susok

Lingen. Das Ingenieurbüro Zech will zusammen mit dem Immobilienmakler Hermann Klaas am Kopf der Lingener Burgstraße neu bauen. Das Gebäude soll gegenüber dem Porzellanhaus Benner auf der Fläche des Parkplatzes und dem Grundstück des daneben liegenden Hauses, direkt am Kreisverkehr, errichtet werden. Die Kosten für den Neubau liegen bei rund fünf Millionen Euro.

Der Bauantrag kann jetzt jeden Tag eingehen“, erklärte Lingens Stadtbaurat Lothar Schreinemacher in einer Sitzung des Planungs- und Bauausschusses (PBA).

War noch im Januar 2012 ein Altenheim für betreutes Wohnen mit 50 Wohneinheiten im Gespräch, dessen Planungen, wie viele andere vorher auch, sich mittlerweile zerschlagen haben, so soll an gleicher Stelle jetzt das Ingenieurbüro Zech mit 50 Arbeitsplätzen Einzug halten.

„Die Burgstraße hat sich im Laufe der vergangenen Jahre von einer reinen Einkaufsstraße in eine Einkaufsstraße mit verschiedenen Dienstleistungen umgewandelt“, betonte der Stadtbaurat und ergänzte: „Dass Zech und Klaas hier gemeinsam bauen wollen, ist als Wertsteigerung für die gesamt Burgstraße zu sehen.“

Die Planungen orientierten sich an dem Palais Dankelmann (Amtsgericht) und dem heutigen Emslandmuseum in seiner Formensprache. Das Haus füge sich, so Schreinemacher, trotz seines voluminösen Baukörpers gut in die vorhandene Bausubstanz ein.

Uwe Hilling begrüßte für die CDU „ausdrücklich“ diese Planungen, weil die Etablierung eines Einzelhandelsgeschäfts an dieser Stelle nicht möglich gewesen sei – „trotz vielfacher Bemühungen“. Hilling: „Auch der Einzelhandel und insbesondere Oliver Benner befürwortet diese Planungen, weil das zu einer weiteren Belebung der Burgstraße führen könnte.“

„Das sieht aus unserer Sicht gut aus“, erklärte Stefan Wittler für die SPD. Die einst angedachten Planungen für ein Kaufhaus an diesem Platz hätten nicht verwirklicht werden können.

„Toll, dass das Büro nicht wegzieht, sondern hier baut“, freute sich die Grünen-Ratsfrau Birgit Kemmer. Das könne dieser Straße nur guttun.

Für die Liberale Fraktion merkte Jens Beeck an, dass auch er die Planungen „als städtebaulich sehr gelungen“ erachte. Allerdings vermisse er hier, wie auch bei anderen Projekten dieser Art, eine entsprechende Wohnnutzug. „Wenn wir eine belebte Innenstadt wollen, müssen wir auch dafür Sorge tragen, dass neue Mietwohnungen entstehen“, monierte der Liberale.

Hermann Klaas erklärte am Donnerstag auf Nachfrage der Redaktion, dass der Bauantrag demnächst eingereicht und die Bauzeit rund ein Jahr dauern werde.

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