Für Frauen engagiert Hohe Ehrung für Ursula Feldmann aus Emsbüren

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to Emsbüren. Große Ehre für Ursula Feldmann: Für ihr großes ehrenamtliches Engagement hat die Emsbürenerin am Montag das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Den Orden übergab Landrat Reinhard Winter im Rahmen einer Feierstunde im Kulturzentrum Fokus in Emsbüren.

Rund 100 Gäste füllten den Theatersaal im Fokus, sogar eine Delegation aus Polen war dabei. Dies machte beeindruckend deutlich, wie breit gestreut Ulla Feldmanns Aktivitäten sind. Es sind so viele, dass Landrat Winter in seiner Laudatio nicht alle auflisten konnte. „Sie sind eine derjenigen, die sich nicht fragen: Was tut die Gesellschaft für mich? Ihre Frage lautet vielmehr: Was kann ich für die Gesellschaft tun? Was kann ich insbesondere für Menschen tun, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen?“, betonte er. Winter zählte einige „Bausteine“ des breit gefächerten Engagements der Landwirtin und Mutter von vier Kindern auf: Im Jahr 1988 hatte sie die „Emsbürener Beschäftigungsinitiative“ (EBI) mit dem Ziel gegründet, eine berufliche Perspektive für Langzeitarbeitslose zu schaffen. Darauf folgte im Jahr 1993 die Gründung des sozialen Betriebes Hagatex. Ihre Aktivitäten erweiterte EBI 1996 durch die Zusammenarbeit mit der niederländischen Gemeinde Losser.

„Es ist nicht nur ein persönlicher, sondern auch ein kommunaler Ehrentag“, meinte daher auch der Bürgermeister von Emsbüren Bernhard Overberg.

Dass die Feierstunde im Fokus stattfand, war kein Zufall, denn Ulla Feldmann hatte maßgeblich am Aufbau des Kulturzentrums mitgewirkt und viel für die Förderung der Kultur im ländlichen Raum getan.

International aktiv wurde sie vor allem mit dem Verein „Frauen helfen Frauen“ (FhF), den sie 1992 mitbegründete. „Das Selbstverständnis Ihres Vereins ist es, in verschiedenen Regionen der Welt Hilfe zu leisten und Not zu lindern. ‚Hilfe zur Selbsthilfe für Frauen‘ – so lautet Ihr Leitgedanke“, hob Winter hervor.

Der Verein hat Partner in verschiedenen Ländern, unter anderem in Mosambik, in Litauen und in Polen. Der Bürgermeister der Gemeinde Kiwity im Kreis Lidzbark Warminski, Wiesław Tkaczuk, freute sich, dass er mit dem Vorsitzenden des Partnervereins von FhF Ryszard Przytuła und zwei weiteren Vertretern aus Polen an der Ehrung teilnehmen konnte.

Mit diesem Verein hatte Ulla Feldmann ihren Jugendtraum verwirklicht, wie sie ihren Gästen verriet. „Über den eigenen Tellerrand zu schauen, neugierig auf andere Länder, Menschen und Kulturen zu sein“, sagte sie und dankte dem CDU-Politiker Heinz Rolfes, der zu den Mitbegründern des Vereins gehört, und den aktiven Mitstreiterinnen Karin Ulrich, Dagmar Homeyer, Erna Krämer, Hedwig, Eilken-Keeve, Barbara Pieczewski und Christine Lux.

„Es ist nicht nur eine Ehrung für mich, sondern für alle, die bei der Umsetzung all der genannten Projekte beteiligt waren“, betonte Ulla Feldmann und dankte auch ihrer Familie, vor allem ihrem Mann August, der sie immer unterstützt habe.


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