Positives Zwischenfazit in Lingen Dorfgemeinschaft 2.0 sieht sich gut aufgestellt

Alle Mitglieder des Projekt-Kernteams „Dorfgemeinschaft 2.0“ der Gesundheitsregion EUREGIO mit Frank Blümel, Gerold Potgeter, Gerrit Büter,  Arno Schumacher, Stefanie Seeling, Thomas Nerlinger , Frank Teuteberg, Ingmar Ickerott  (von links). Foto: Franz FrielingAlle Mitglieder des Projekt-Kernteams „Dorfgemeinschaft 2.0“ der Gesundheitsregion EUREGIO mit Frank Blümel, Gerold Potgeter, Gerrit Büter, Arno Schumacher, Stefanie Seeling, Thomas Nerlinger , Frank Teuteberg, Ingmar Ickerott (von links). Foto: Franz Frieling

Lingen. Kürzlich hat auf dem Campus der Hochschule Osnabrück in Lingen das Bergfest des Demografieprojektes „Dorfgemeinschaft 2.0“ des Vereines Gesundheitsregion Euregio stattgefunden. Unterm Strich war man sich einig, auf einem guten Weg zu sein.

Der Vorsitzende Arno Schumacher begrüßte die rund 80 Mitglieder, Projektpartner und Gäste aus der Region Grafschaft Bentheim, Emsland und den benachbarten Niederlanden im Campus Lingen. Für einen musikalisch gelungenen Neujahrsempfang sorgte ein Duett des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück.

Frank Blümel, Vizepräsident der Hochschule Osnabrück und Dekan der Fakultät Management, Kultur und Technik zeigte sich in seinem Grußwort beeindruckt über das bisher Erreichte der Gesundheitsregion Euregio: „Wenn man sich anschaut, wie viele Projektbeteiligte die ,Dorfgemeinschaft 2.0‘ inzwischen bevölkern und ihren Teil zum Gelingen des Projektes beitragen, bin ich guter Dinge, dass das Projekt große Wellen schlagen wird.“

Projektleiter und Geschäftsführer der Gesundheitsregion, Thomas Nerlinger, dankte den mehr als 60 Projektpartnern für ihr tatkräftiges Engagement bei der Projektarbeit: „Das bisher Erreichte in den drei Teilprojekten Gebäude, Service-Cloud und Dorfzentrum kann sich sehen lassen. Die Abgabe des Handlungskonzeptes Ende April ist zugleich die Bewerbung für die fünfjährige Umsetzungsphase 2015 – 2020 in der Grafschaft und dem Emsland. Wir sind zuversichtlich, dass wir beim Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin ein gutes Ergebnis abliefern werden.“

Stefanie Seeling, Studiengangsbeauftragte des Studiengangs Pflege dual und Mitglied des Projekt-Kernteams, stellte die Teilergebnisse der 50Plus-Befragung in der Grafschaft Bentheim vor. Zehntausend Fragebögen wurden über den Landkreis in der Grafschaft verschickt, die 45 Prozent Rücklauf sind eingegangen, was ein überragendes Ergebnis bei einer Befragung dieser Art darstellt. „Interessiert hat uns im Fragebogen vor allem, welche Bedürfnisse Grafschafter Bürger im Alter haben, was die Grafschaft als Wohnort im Alter attraktiv macht und welche Technikaffinität vorhanden ist.“ Derzeitige interessante Befragungsergebnisse sind zum Beispiel, dass 80 Prozent der Befragten als Paar in einem Eigenheim wohnen, und ausziehbereit wären, wenn Haus und Garten nicht mehr versorgt werden können. Als elektronisches Gerät besitzen die meisten Teilnehmer ein Navigationsgerät und viele wünschen sich den Ausbau von Radwegen. Dienstleistungen werden von den meisten im Internet bestellt und für eine Versorgung durch eine akademisierte Pflege-Fachkraft besteht eine große Bereitschaft. Diese Ergebnisse beziehen sich bisher auf die Hälfte der zurückerhaltenen Fragebögen.

Thomas Nerlinger und Architekt Gerold Potgeter, beide ebenfalls Mitglied im Projekt-Kernteam, stellten die Ergebnisse des Teilprojektes „Gebäude“ vor. Dazu zählten die Umbaumöglichkeiten der „eigenen vier Wände“ zu seniorengerechte „Intelligente Heime“ (Smarthomes) mit dem Einsatz moderner Sensorentechnologie. „Hauseigentümer und Mieter können mit einem überschaubaren Aufwand einen individuellen Mehrwert an Komfort, Sicherheit und Eigenständigkeit erzielen. Durch Energieeinsparung lässt sich mit einem nachhaltigen Gebäudekonzept sogar Geld sparen“, so Nerlinger.

Ingmar Ickerott, Professor für Betriebswirtschaftslehre stellte Ergebnisse des Teilprojektes „Dienste-Cloud“ vor. Dahinter steht die Fragestellung: Welche Service-Angebote müssten älteren Menschen in der Grafschaft zur Verfügung gestellt werden? Als eine sogenannte hybride Leistung nannte er zum Beispiel nicht nur das Nachhause-Liefern einer Glühbirne, sondern auch die Dienstleistung, diese in die Fassung zu schrauben.

Der Link zur Online-Befragung: http://goo.gl/1lRWYX


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