Dosen, Flaschen, Gläser verboten Kontrollen in der Emslandarena Lingen dienen Sicherheit

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Dem Star ganz nahe sein, wie hier Peter Maffay bei der Generalprobe in der Emslandarena in Lingen, setzt ein funktionierendes Sicherheitskonzept voraus. Foto: Gert WestdörpDem Star ganz nahe sein, wie hier Peter Maffay bei der Generalprobe in der Emslandarena in Lingen, setzt ein funktionierendes Sicherheitskonzept voraus. Foto: Gert Westdörp

Lingen. Nicht jedem gefallen die Kontrollen beim Betreten der Lingener Emslandarena. Doch sie sind vorgeschrieben und dienen der Sicherheit der Besucher, wie Veranstaltungsmanager Stefan Epping auf Nachfrage unserer Redaktion erläutert.

Die Dame ist zu Fuß zur Emslandarena gekommen. Bei der Einlasskontrolle wirft ein Mitarbeiter des Sicherheitspersonals auch einen Blick in ihre Handtasche. Der Frau ist dies unangenehm. Noch mehr ärgert sie sich darüber, das sie einen Flacon mit teurem Parfum abgeben muss – und diesen nach Ende der Veranstaltung nicht zurückbekommt, weil er verschwunden ist.

Epping kennt solche Situationen und hat Verständnis für die Verärgerung der Lingenerin. Aber er weist auf die Notwendigkeit der Kontrollen hin, die bei Großveranstaltungen überall Standard seien. „Die Veranstalter und die Agenturen der Künstler geben uns in sogenannten Bühnenanweisungen genau vor, was Besucher mit in die Arena bringen dürfen und was nicht.“ Und diese Auflagen seien in der Regel immer gleich.

„Generell verboten sind Gläser, Flaschen und Dosen jeglicher Art“, erklärte Epping. Darunter würden auch Spraydosen, auch für Deos, aber eben auch der Parfümflacon der Besucherin fallen. Das Verbot von Waffen und Feuerwerkskörpern in der Arena ist für Epping eine Selbstverständlichkeit.

Schwieriger wird es bei der Auflage, dass Besucher alles, was als Wurfgeschoss verwendet werden könnte, nicht mit in die Arena nehmen dürften. „Mit einem Smartphone oder ihrem Schlüsselbund wird wohl keiner schmeißen. Schließlich brauchen die Leute das noch“, stellt Epping klar, dass diese Gegenstände erlaubt sind. Bei kleineren Gegenständen sei dies schon schwieriger zu entscheiden. Hierzu würden die Mitarbeiter der Security in einer Sicherheitsbesprechung mit dem jeweiligen Produktionsleiter jeweils eine Stunde vor Beginn des Einlasses auf Details hingewiesen. Das Konzept habe sich bewährt. Zu Zwischenfällen mit Wurfgeschossen oder einem von Scherben übersäten Boden sei es in der Arena noch nicht gekommen.

Der Veranstaltungsmanager rät, Gegenstände, die im Zweifel nicht mit in die Arena gebracht werden dürfen, direkt im Auto oder zuhause zu lassen. Dies bedeute weniger Stress sowohl für die Besucher der Arena als auch deren Sicherheitspersonal. „Sollte dann noch aus Versehen ein verbotener Gegenstand in der Tasche sein, bewahrt ihn das Sicherheitspersonal gerne bis zum Ende der Veranstaltung auf.“

Dass der Flacon der Dame verschwunden ist, bedauerte Epping zutiefst. „Aber ein solcher Fall ist die absolute Ausnahme.“

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