Vorschlag der Kreis-CDU Gesamtschule in Lingen soll Werner-Remmers-Schule heißen

Die CDU im Emsland schlägt vor, die Gesamtschule Emsland in der Heidekampstraße in Lingen nach dem früheren Kultusminister Werner Remmers umzubenennen. Grafik: Heiner WittwerDie CDU im Emsland schlägt vor, die Gesamtschule Emsland in der Heidekampstraße in Lingen nach dem früheren Kultusminister Werner Remmers umzubenennen. Grafik: Heiner Wittwer

Lingen. Die emsländische CDU schlägt vor, die Gesamtschule Emsland in Lingen nach Werner Remmers umzubenennen. Der gebürtige Papenburger, der 2011 im Alter von 80 Jahren starb, war erster emsländischer Kultusminister in der Regierungszeit von Ernst Albrecht. Deutliche Kritik am CDU-Antrag übt die SPD-Kreistagsfraktion. Dieser sei an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten.

Auf Anfrage unserer Redaktion erklärte Bernd-Carsten Hiebing, Vorsitzender der Emsland-CDU und Fraktionsvorsitzender im Kreistag, dass er den Vorschlag im Rahmen einer Klausurtagung der CDU gemacht habe. Er sei einstimmig begrüßt worden. Da

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Der Antrag der CDU-Kreistagsfraktion, die Gesamtschule Emsland in Lingen in

„Werner-Remmers-Gesamtschule“ umzubenennen, im Wortlaut:

„Seit Ihrer Gründung im Jahr 1993 als „Integrierte Gesamtschule (IGS)“ hat sich die Gesamtschule Emsland in Lingen bis heute zu einem unverzichtbaren Baustein in der emsländischen Bildungslandschaft entwickelt. Sie ist zu einer Einrichtung geworden, die sowohl im Bereich der baulichen, als auch der technischen Ausstattung auf einem hohen Niveau ist – und damit auch auf lange Sicht wettbewerbs- und zukunftsfähig.

Im Jahr 2000 begann die Debatte über die endgültige Namensgebung der Schule. Nach kontroversen Beratungen und der Prüfung verschiedener Vorschläge hat der Kreistag Ende des Jahres 2002 dann beschlossen, der Schule den Namen „Gesamtschule Emsland“ zu geben. Die CDU-Kreistagsfraktion hält es derweil für angebracht, die Namensgebung erneut in die Gremien des Kreistags zu Beratung einzubringen. Konkret wird vorgeschlagen, die Schule in „Werner-Remmers-Gesamtschule“ umzubenennen.

Seine Wurzeln hatte Werner Remmers in Papenburg, in der Stadt Lingen nahm er später seinen Wohnsitz. Vom Emsland aus wurde Werner Remmers im Jahr 1976 als Kultusminister Mitglied der niedersächsischen Landesregierung. Als CDU-Bildungspolitiker setzte sich Werner Remmers für die Einführung einer Orientierungsstufe in der fünften und sechsten Klasse ein und hielt trotz Kritik an der Gesamtschule fest. In seiner Verantwortung als Kultusminister setzte er Ende der 1970er Jahre auf pragmatische Lösungen statt auf ideologische Debatten um die Frage der Zukunft der Gesamtschulen als Angebotsschule – auch gegen Kritik innerhalb der CDU. Werner Remmers war nicht nur eine große emsländische Persönlichkeit, sondern einer der profiliertesten Köpfe des politischen Katholizismus in den 80er und 90er Jahren. Mit seiner christlichen Weltanschauung, seiner Denke und seiner verbindlichen Art ist er bis heute Vorbild für nachfolgende Politikergenerationen. Als Visionär auf der einen Seite und Mann der Tat auf der anderen hat er zudem nachhaltige Spuren in der Bildungslandschaft Niedersachsens hinterlassen.

Letztlich ist es auch seinem beharrlichen Engagement geschuldet, dass die Gesamtschule Emsland in Lingen zu der erfolgreichen Schule geworden, die sie heute ist. Daher liegt es nahe, der Gesamt-schule Emsland seinen Namen zu geben.“

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