Zeitzeugen werden gesucht Wer erinnert sich an den April 1945 im Raum Lingen?


Lingen. In den ersten Apriltagen 1945 ist das südliche Emsland von britischen Truppen von der Nazidiktatur befreit worden. Für eine große Serie zum Kriegsende in der Region sucht die Lingener Tagespost nun Zeitzeugen.

Vor 70 Jahren ist das südliche Emsland von der Nazi-Diktatur befreit und in den ersten Apriltagen des Jahres 1945 auch die Stadt Lingen nach schweren Kämpfen von britischen Einheiten besetzt worden. Am 8. April haben die Engländer schließlich in Lingen eine Militärregierung eingesetzt.

Große Zerstörungen

Viele Menschen in der Region verloren durch die Kämpfe und die Zerstörung vieler Häuser aber auch ihre Existenzgrundlage – trotz großer Überlegenheit der britischen Truppen haben die deutschen Soldaten unter ihrem Kampfkommandanten Schewe die Stadt verbissen verteidigt. 118 deutsche Soldaten und 27 Zivilisten wurden bei den Kämpfen getötet, im Kreisgebiet starben weitere 124 Soldaten, die zumeist auf dem Neuen Friedhof der Stadt beerdigt worden sind. Mehr als 100 Häuser wurden in Lingen in der Zeit des Zweiten Weltkriegs von 1939 bis 1945 völlig zerstört und rund 600 weitere zum Teil schwer beschädigt.

In einer großen Serie möchte die Lingener Tagespost an diese Ereignisse erinnern und Zeitzeugen zu Wort kommen lassen. Wie war das Leben damals am Ende des Krieges im südlichen Emsland, wie war die Versorgung mit Lebensmitteln? Haben Sie Erinnerungen oder Fotos vom Einmarsch der fremden Soldaten? Oder erinnern Sie sich an Fliegerangriffe auf Lingen oder Salzbergen? Zudem wollen wir die Geschichte des Kriegsendes anhand der Quellen und Berichte in den Zeitungen erzählen.

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