Mit 22 zu 17 Stimmen Stadtrat Lingen sagt Ja zu LIN-Kennzeichen

Bald wieder öfter auf der Straße zu sehen? Ein Nummernschild mit LIN. Foto: Matthias BeckerBald wieder öfter auf der Straße zu sehen? Ein Nummernschild mit LIN. Foto: Matthias Becker

Lingen. Mit 22 zu 17 Stimmen hat sich der Rat der Stadt Lingen am Donnerstagnachmittag für die Wiedereinführung des ehemaligen Kfz-Kennzeichens „LIN“ ausgesprochen. Ein Ratsmitglied hatte sich enthalten. Vor der geheimen Abstimmung hatte es eine kurze und lebhafte Diskussion im Rat gegeben.

„Ob man sich für ein LIN- oder EL-Kennzeichen ausspricht, muss jeder für sich selbst entscheiden, und deswegen möchten wir eine geheime Abstimmung vorschlagen“, erklärte Martin Koopmann für die CDU eingangs der Sitzung. Außerdem sei das Ergebnis auch ein Signal in Richtung Kreistag, der letztendlich darüber zu befinden habe.

Nach Angaben von Bernhard Bendick, SPD, ist die Nachfrage nach Retro-Kennzeichen mittlerweile sehr groß – und auch viele Lingener wünschten sich ihr altes LIN-Nummernschild zurück. „Gerade aufgrund der besonderen Bedeutung Lingens als Wirtschafts-, Energie- und Hochschulstandort innerhalb des Emslandes würde ein LIN-Kennzeichen die besondere Rolle der Stadt in der Region betonen“, heißt es in einer Erklärung.

Als Vorsitzender der Bürgernahen-Fraktion im Rat der Stadt Lingen betonte Robert Koop: „Durch die neuen ‚alten‘ Kennzeichen verspricht sich Lingen einen Imagegewinn und einen besseren Bekanntheitsgrad. Da auch die EL-Kennzeichen bestehen bleiben, geht dieser positive Effekt nicht zulasten des Landkreises Emsland.“ Zudem sei das LIN-Kennzeichen eine sichtbare Identifikation der Lingener mit ihrer Stadt.

Für die Grünen erklärte Michael Fuest, dass diese Diskussion um ein Auto-Kennzeichen „wahrlich kein großes politisches Thema“ sei, aber es dennoch den Wunsch vieler Bürger in der Stadt gebe, sich über das Nummernschild mit Lingen zu identifizieren.

„Ich finde den Antrag gut“, betonte Jens Beeck für die Liberale Fraktion. „Das bewegt die Welt nicht, und es wird auch keinem was genommen“, meinte der Liberale.

Birgit Kemmer, die als Grünen-Chefin die „ganze Diskussion eher albern“ findet, betonte, dass diese Nummernschild-Geschichte doch mehr „ein Männer-Ding“ sei. „Ich brauche kein LIN-Kennzeichen. Ich bin auch so Lingenerin.“

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