Gelungenes Benefizkonzert Mit Unisono kommt Stimmung ins Lingener Kulturforum

Von Peter Löning


ploe Lingen. Ein Konzert für einen guten Zweck hat am Wochenende die Lingener Charity-Band „Unisono“ und das Songwriter-Duo „Fools Rush“ gemeinsam auf die Bühne des Lingener Kulturforums gebracht.

Fool’s Rush kommen aus Esterwegen und konnten mit diesem Auftritt ihr Lingener Debut feiern. Fool’s Rush sind eine grundig kräftig singende Friederike Albers, die zwischen zarten Tönen und soulig tragendem Schallen eine große sangliche Bandbreite mitbrachte, mal hart geschlagen, mal sanft gezupft von Andreas Breer an der Gitarre begleitet. Ohne Pomp und ohne Show bringen sie ihre eigenen Songs etwas rockig poppig, aber auch nachdenklich und anrührend. Sie machen ehrliche, direkte Musik, die sich gut anhören lässt, deren Texte immer irgendwie das Leben beschreiben; das Überleben, das Aufstehen und das Runterkommen, das Lieben und das Verlassensein. Ihr einziges deutschsprachiges Lied „Wenn Träume fliegen lernen“ sollte dem Abend auch den Titel geben.

Ihnen gehörte die erste Konzerthälfte, bevor Unisono mit allem aufwarteten, was das schmucklose Duo vermissen ließ. Mit der Band kam Leben und Bewegung auf die Bühne, allein schon die große Besetzung ist hier imposant. Dazu die lebhaften Choreografien und der Sinn für Äußerlichkeiten. Die Jungs schrill in adretteste Anzüge gesteckt, die Mädels in ihren beinahe legendären gepunkteten Kleidchen. Die Formation änderte sich zwischen den Nummern immer wieder.

Es gab ein beinahe ohne Pausen schreitendes Programm durch allesamt mitreißende Hits der Popmusik. Dabei kam eine beachtliche instrumentale und sangliche Leistung auf die Bühne. Ein Feuerwerk gar mit Nummern unter anderem von Abba, Stefan Raab, Robbie Williams und den Spice Girls. Einiges neu Einstudiertes war auch dabei. Ein toller Auftritt, der im Finale zusammen mit Fool’s Rush noch „wenn Träume fliegen lernen“ deutlich veredelte.

Alles in allem war dies ein lohnenswerter Abend, obwohl es an Gästen mangelte. Die Michaelkirche war nur sehr spärlich besucht. Da war etwas gründlich schiefgelaufen. Doch der grenzenlose Elan der jungen Musiker wird es verkraften können und müssen, denn Unisono hat sich beim Sammeln von Spenden inzwischen eine sportliche Zielmarke gesetzt und große Pläne ankündigt. Sie wollen in Kapstadt ein Waisenhaus unterstützen.


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