„Immaterielles Kulturerbe“ BN: Lingener Kivelinge ins Verzeichnis der UNESCO

Das Kivelingsfest in Lingen 2014: Die Wachsektion „Fättmännkes Noahdriever“ zieht auf. Foto: Wilfried RoggendorfDas Kivelingsfest in Lingen 2014: Die Wachsektion „Fättmännkes Noahdriever“ zieht auf. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Die Bürgernahen in Lingen haben eine Initiative gestartet, um die Kivelinge in das bundesweite UNESCO-Verzeichnis immateriellen Kulturerbes aufnehmen.

In einer Erklärung forderte Robert Koop, Vorsitzender der Stadtratsfraktion der BN dass die Stadt Lingen und ihre Kivelinge in dieser Richtung gemeinsam aktiv werden. Die Kivelinge und ihr jahrhundertaltes Fest gehören nach seiner Auffassun

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Die Kivelinge:

Der Ursprung der Kivelinge gründet sich auf eine Begebenheit aus dem 14. Jahrhundert. Bei Kämpfen zwischen dem Grafen von Tecklenburg und dem Bischof von Münster wurde die männliche Bevölkerung Lingens so stark dezimiert, dass zur Verteidigung als letztes Aufgebot die jungen, unverheirateten Jugendlichen der Stadt auf die Wälle gerufen wurden. Durch ihre Unterstützung gelang es, die Eroberung der Festung Lingen zu verhindern und die Angreifer in die Flucht zu schlagen. Es wird vermutet, dass durch diese Begebenheit auch der Name „Kiveling“ seinen Ursprung hat. Es handelt sich hierbei um die Verkleinerungsform des mittelhochdeutschen Wortes „kiven“, was soviel wie kämpfen oder streiten bedeutet – also „Kleiner Streiter“ oder „kleiner Kämpfer“.

Zwar können diese Vorgänge grauer Vergangenheit nicht durch Dokumente belegt werden, nachdem bei dem großen Stadtbrand im Jahre 1548 fast alle schriftlichen Urkunden verloren gingen. So ist vieles nur aus mündlichen Überlieferungen bekannt. Ein erster schriftlicher Beweis für die Existenz der Kivelinge und ihres Festes findet sich in den Stadtrechnungen der Jahre 1557 / 1558. Ein Posten gibt hier eine Zuwendung der Stadt an die Kivelinge an: „Die jungen Schützen oder Bürgerkinder beehrt mit 1/2 Tonne Bier, facit 1 Mark“.

(Quelle: www.kivelinge.de)

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