Drei Jahre Haft Tochter missbraucht: Gericht in Lingen verurteilt Mutter

Das Amtsgericht Lingen verurteilte eine 46-Jährige zu einer dreijähigen Haftstafe. Symbolfoto: GlasfortDas Amtsgericht Lingen verurteilte eine 46-Jährige zu einer dreijähigen Haftstafe. Symbolfoto: Glasfort

Lingen. Weil sie ihre elfjährige Tochter für verschiedene Cybersex- und Sex-Praktiken ausgenutzt hat, ist eine 46 Jahre alte Frau vom Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Lingen wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes und einer Schutzbefohlenen in 47 Fällen zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Die Hauptverhandlung hatte auf Antrag von Staatsanwaltschaft und Verteidigung sowie auf richterlichen Beschluss unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.

Die Angeklagte lebte im Tatzeitraum von Februar bis Juli von ihrem Ehemann getrennt, die Tochter lebte bei der Mutter. Der 46-jährigen war vorgeworfen worden, in vier Fällen sexuelle Handlungen an sich selbst vorgenommen und das Geschehen per Webcam an einen erwachsenen Skype-Partner übertragen zu haben. Dabei habe ihre Tochter sowohl ihren sexuellen Handlungen als auch denen des Skype-Partners zusehen müssen.

In drei weiteren Fällen habe die Angeklagte Intimfotos ihrer Tochter angefertigt, um sich selbst sexuell zu erregen. In zwei dieser Fälle habe sie die Fotos später an den oben genannten Skype-Partner zu dessen sexueller Stimulierung übermittelt.

Etwa zweimal wöchentlich, insgesamt rund 40-mal, habe die Mutter ihre Tochter zudem veranlasst, an der Angeklagten verschiedene sexuelle Handlungen vorzunehmen.

Die 46-jährige, die in dieser Sache im Juli festgenommen wurde und sich seitdem in Untersuchungshaft befand, hatte die Taten weitgehend eingeräumt.


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