Kulturelle Jugendbildung stärken Lingener im Vorstand der LKJ – Resolution verabschiedet

Der neue LKJ-Vorstand (von links): Ulrich Siegmann, Cara Cahusac, Ilaria Massari, Dettmar Koch, Harald Sommer und Burkhard Sievers.Foto: LKJDer neue LKJ-Vorstand (von links): Ulrich Siegmann, Cara Cahusac, Ilaria Massari, Dettmar Koch, Harald Sommer und Burkhard Sievers.Foto: LKJ

Hannover. Die Mitglieder der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Niedersachsen haben bei ihrer Mitgliederversammlung in Hannover einen neuen Vorstand gewählt.

Der bisherige Vorsitzende Burkhard Sievers, Geschäftsführer der Koppelschleuse Meppen, und der bisherige stellvertretende Vorsitzende Dettmar Koch vom Verein Jugendkulturarbeit Oldenburg wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als Beisitzer wurde Ulrich Siegmann aus Celle, Landesarbeitsgemeinschaft Zirkus, ebenfalls wiedergewählt. Neue Beisitzer sind Harald Sommer vom Theaterpädagogischen Zentrum der Emsländischen Landschaft in Lingen, Cara Cahusac von Zinnober – einem Museum für Kinder und Jugendliche in Hannover – und Ilaria Massari vom Blauschimmel-Atelier, einem Projekt zur Förderung der Blauen Kunst, Kultur und Begegnung.

Verabschiedet wurden die Beisitzer Klaus Kooker aus Göttingen von der LAG Jugend und Film Niedersachsen und Renate Dittscheidt-Bartolosch von Zinnober. Die Mitglieder dankten ihnen für ihr Engagement.

Ein zentrales Thema der LKJ-Mitgliederversammlung war die Perspektive der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung. Zwischen dem bürgerschaftlichen Engagement und den öffentlichen Mitteln, die dafür eingesetzt werden, klafft laut Mitteilung des LKJ eine große Lücke. Im Unterschied zur verbandlichen Jugendarbeit gebe es bei den Fachverbänden der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung kaum Geschäftsstellen oder hauptamtliches Personal.

Planungssicherheit

Die Mitgliederversammlung begrüßte die bisher getroffenen Entscheidungen der Landesregierung für das Haushaltsjahr 2015. So werde beispielsweise die Landesarbeitsgemeinschaft Rock, Mitglied der LKJ, neu in eine institutionelle Förderung aufgenommen, und die Zielvereinbarungen mit Kulturfachverbänden, die bereits Förderung erhalten, sorgen für Planungssicherheit.

Viele Verbände der Kulturellen Bildung stünden allerdings weiterhin vor verschlossener Tür. Die Mitgliederversammlung der LKJ verabschiedete einstimmig die Resolution „Kinder und Jugendliche fördern – Kultur fordern – Kulturfachverbände stärken“, mit der sie die Landesregierung auffordert, der kulturellen Kinder- und Jugendbildung im Haushalt 2016 einen größeren Stellenwert einzuräumen.

Die LKJ Niedersachsen ist Dachverband von 32 Fachverbänden und Institutionen, die landesweit im Arbeitsfeld der kulturellen Bildung aktiv sind. Es sind Bereiche wie Musik, Spiel, Theater, Zirkus, Tanz, Rhythmik, bildende Kunst, Kindermuseum, Literatur, Fotografie, Film und Video vertreten. Die LKJ und ihre Mitgliedsorganisationen, in denen mehr als 61000 Menschen überwiegend ehrenamtlich engagiert sind, setzen sich für die kulturelle Kinder- und Jugendbildung ein.

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