„KKE und ANF sofort stilllegen“ Atomkraftgegner demonstrieren am Sonntag in Lingen

Bereits im letzten Jahr forderten Demonstranten die Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen. Foto: W. RoggendorfBereits im letzten Jahr forderten Demonstranten die Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen. Foto: W. Roggendorf

Lingen. Atomkraftgegner haben jetzt auf einer Pressekonferenz eine Resolution vorgestellt. Darin fordern sie die sofortige Stilllegung des Kernkraftwerkes Emsland (KKE) und der Brennelementefabrik ANF in Lingen.

Verfasst wurde die Resolution vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, der Anti-Atom-Gruppe Osnabrück sowie dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Ihre Forderung begründeten Vertreter dieser vier Vereinigungen unter anderem mit „zahlreichen schweren Störfällen“ in beiden Anlagen und deren Altersschwäche. Der Forderung hätten sich 59 Verbände und Vereinigungen aus Deutschland und den Niederlanden angeschlossen. Weiter kritisierten die Atomkraftgegner den Verlauf einer Katastrophenschutzübung auf Bundes- und Länderebene im letzten Jahr. Sie habe gezeigt, dass im Falle eines „Super-GAU“ ein Schutz der Bevölkerung nicht möglich sei.

Unbeantwortet ließen die Atomkraftgegner Fragen zu Vorschlägen nach einer möglichen Endlagerung des vorhandenen Atommülls. Dies sei Sache der Betreiber und der politisch Verantwortlichen. Gleichwohl forderten sie ein Mitspracherecht bei der Suche nach der am „wenigsten gefährlichen Lösung“. Es müsse sich nicht für die erstbeste, sondern für die bestmögliche entschieden werden.

Für Sonntag, 30. November, 12.15 Uhr, haben die Atomkraftgegner zu einer Demonstration vor der Brennelementefabrik in Lingen aufgerufen.

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