Band auf Tuchfühlung mit Publikum „Bosse“ bringt die Menge in Lingen zum Tanzen

Von Selina Sprick

Für gute Stimmung sorgte die Band „Bosse“, die ihr Versprechen einlöste und am Donnerstag zum zweiten Mal in der Lingener Emslandarena aufgetreten ist. Foto: Selina SprickFür gute Stimmung sorgte die Band „Bosse“, die ihr Versprechen einlöste und am Donnerstag zum zweiten Mal in der Lingener Emslandarena aufgetreten ist. Foto: Selina Sprick

Lingen. Wenn die Band „Bosse“ auf der Bühne steht, ist Sänger Axel Bosse nicht mehr zu bremsen. Mit sanfter Stimme und zahlreichen Luftsprüngen hat er sein Publikum in der ausverkauften Lingener Emslandarena mit guter Laune angesteckt.

„Oh, yeah, Lingen. Letztes Mal waren wir mit Katie Melua hier“, begrüßte Bosse auf lässige Art seine Zuschauer. „Wenn ich ehrlich bin, kannte ich sie vorher gar nicht. Aber sie ist schon süß.“ Ein wunderschöner Abend würde es werden, kündigte der Songwriter und Gitarrist an: „Wir werden alles möglich machen.“ Damit hatten er und seine Band nicht zu viel versprochen: Mit Liedern über das romantische Istanbul, seine deutsche Lieblingsinsel Amrum, das Warten im Wartezimmer und zum Thema Lügen gewann „Bosse“ sein Publikum schnell für sich.

Die Band erhoffte sich an diesem Abend auch das eine oder andere Tänzchen. Diesem Wunsch kamen schon nach wenigen Liedern einige Zuschauer nach, sodass sich manche von ihnen am liebsten gar nicht mehr setzen wollten. Auch Sänger Bosse sprang weiterhin ausgelassen über die Bühne und motivierte immer wieder zum Mitsingen und Mittanzen. Ein Lied mit dem Titel „Frankfurt Oder“ über „eine schöne Frau und eine triste Ecke“ brachte dann eine Verschnaufpause.

Zu jedem seiner Songs habe er einen ganz persönlichen Bezug, erklärte Bosse. Deshalb singe er sie auch immer wieder gerne. „Es macht uns eine große Freude mit euch“, zeigte er sich von der guten Stimmung in der Emslandarena begeistert. „Danke fürs Zuhören.“ Viel von seinem Publikum konnte der Sänger allerdings nicht sehen, wie er selbst schmunzelnd feststellen musste. Das Scheinwerferlicht blendete ihn zu sehr. Ein junger Mann aus dem Publikum sollte dies zwischenzeitlich auf der Bühne bezeugen, denn kleine Scherze wie diese wollte sich Bosse an diesem Abend nicht verkneifen. So nahm er auch immer wieder seine Bandmitglieder auf den Arm und bekam dafür viel Gelächter und Applaus.

Gegen Ende brachte „Bosse“ noch eines ihrer bekanntesten Lieder, „Schönste Zeit“. Auch Zugaben ließ sich die Band unter dem anhaltenden Jubel nicht nehmen. Nun geht es erst einmal in eine kurze Tourpause.

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