Auf dem Weg zur Fair-Trade-Stadt Weltladen Lingen und BBS kooperieren

Von Christiane Adam

Den Kooperationsvertrag mit dem Ziel Fair-Trade-Schule haben (von links) Ute van Roje vom Weltladen Lingen und BBS-Direktorin Petra Niewiera in Anwesenheit von Saskia Gröninger, ebenfalls Weltladen, im Übungsrestaurant der BBS unterschrieben. Foto: Christiane AdamDen Kooperationsvertrag mit dem Ziel Fair-Trade-Schule haben (von links) Ute van Roje vom Weltladen Lingen und BBS-Direktorin Petra Niewiera in Anwesenheit von Saskia Gröninger, ebenfalls Weltladen, im Übungsrestaurant der BBS unterschrieben. Foto: Christiane Adam

Lingen. Lingen schickt sich an, Fair-Trade-Stadt zu werden. Um das Siegel zu bekommen, das einer Stadt bescheinigt, sich besonders um den Handel mit Produkten zu bemühen, die unter humanen Bedingungen erstellt und zu für alle Partner gerechten Preisen verkauft werden, müssen mehrere feste Rahmenbedingungen erfüllt werden.

Eine dieser Rahmenbedingungen ist die verbindliche Kooperation mit einer Schule. „Das Projekt als solches passt gut zu uns, daher haben wir uns sofort zu einer Zusammenarbeit mit dem Weltladen in Lingen entschlossen“, betonte Petra Niewiera, die Leiterin der Berufsbildenden Schulen Lingen (BBS), Land- und Hauswirtschaftliche Fachrichtungen.

In der Tat, denn die vier Fachbereiche, die an der Beckstraße 23 unterrichtet werden – Agrarwirtschaft, Ernährung, Hauswirtschaft und Sozialwesen – berühren alle das Thema fairer Anbau von und Handel mit Nahrungsmitteln und anderen Gütern.

„Wir beliefern die BBS mit dem ‚Ems Kaffee Lingen‘ sowie Zucker und Schokolade. Außerdem stehen wir der Schule für Fragen zu fairem Handel zur Seite“, erläuterte Uta van Roje, Vorsitzende des Vereins Weltladen Lingen, den Anteil des Weltladens zu dieser Zusammenarbeit. „Wir haben Mitglieder mit persönlichen Erfahrungen in Landwirtschaft oder als Entwicklungshelfer“, ergänzte Saskia Gröninger, die als Kontaktperson des Weltladens für die BBS bestellt worden ist.

Klein, aber fein wolle man anfangen mit den fair gehandelten Produkten. „Zunächst einmal soll in unserem Übungsrestaurant der ‚Ems Kaffee Lingen‘ ausgeschenkt werden, dazu der Zucker aus dem Weltladen“, kündigte Niewiera an. Eine erste Gelegenheit, die fair gehandelten Produkte zu verkosten und zu erwerben, bietet sich am Eltern- und Ausbildersprechtag. Parallel dazu findet am Donnerstag, dem 27. November, zwischen 15 Uhr und 19 Uhr der zur Tradition gewordene Weihnachtsbasar statt. Die Schüler verkaufen selbst gefertigte Produkte, unter anderem Bastelarbeiten, eingemachte Gemüse, Kekse, Marmeladen – und eben auch die erwähnte Schokolade und den Kaffee, der eine Mischung aus in Nicaragua, Äthiopien und Indonesien biologisch angebauten Kaffeebohnen ist. „Der Basar ist öffentlich zugänglich für alle“, lädt die Schulleiterin ein.

Am Mittwoch, 19. November, haben Niewiera und van Roje den Kooperationsvertrag mit dem Ziel, „Fair-Trade-Schule“ zu werden, unterschrieben. Lingen hat damit eine Mindestbedingung auf dem Weg zur Fair-Trade-Stadt erfüllt. „Es gibt weitere Interessenbekundungen von Schulen für eine solche Zusammenarbeit“, berichtete van Roje. Mindestbedingung heißt schließlich, dass nach oben hin keine Grenzen gesetzt sind.

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