Viele Schulklassen 24000 Übernachtungen pro Jahr in Lingener Jugendherberge

Von Wilfried Roggendorf

Herbergsleiterin Anne Schröder-Haberland und Babette Pieper von dem Verband der Jugendherbergen im Nordwesten sehen die Zukunft der Lingener Jugendherberge insgesamt positiv. Im Hintergrund ist die auf dem Dach der Lingener Jugendherberge montierte Solarthermieanlage zu erkennen. Foto: Wilfried RoggendorfHerbergsleiterin Anne Schröder-Haberland und Babette Pieper von dem Verband der Jugendherbergen im Nordwesten sehen die Zukunft der Lingener Jugendherberge insgesamt positiv. Im Hintergrund ist die auf dem Dach der Lingener Jugendherberge montierte Solarthermieanlage zu erkennen. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. 24337 Übernachtungen hat es 2013 in der Lingener Jugendherberge (JH) gegeben. In diesem Jahr erwartet Herbergsleiterin Anne Schröder-Haberland ein ähnliches Ergebnis.

„Schulklassen machen rund die Hälfte der Übernachtungen aus“, sagt Schröder-Haberland. Zudem seien viele Sport- und Freizeitgruppen zu Gast in der Lingener JH. Die Zahlen könnten von Jahr zu Jahr etwas schwanken.

„Dies hängt mit den Ferienterminen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zusammen.“ Wenn diese auseinanderlägen beziehungsweise sich nur wenig überschneiden würden, seien die Übernachtungszahlen höher. „Dann kommen die Schulklassen aus dem einen Bundesland, während im anderen Ferien sind“, nennt die Herbergsleiterin als Grund.

In diesem Jahr habe sich der Boykott von Klassenfahrten durch viele Gymnasien noch nicht ausgewirkt. „Bis auf eine Stornierung sind die bei uns bereits 2013 gebuchten Fahrten 2014 auch durchgeführt worden.“ Die Auswirkungen des Boykotts würden sich aber im nächsten Jahr bemerkbar machen. „Die Buchungen für 2015 kommen einfach nicht“, sagt Schröder-Haberland. Sie rechnet mit mindestens 1000 Übernachtungen weniger.

Die Zahl der Gäste ist 2013 (9260) gegenüber 2012 (9468) leicht gesunken, obwohl die Zahl der Übernachtungen um 1783 gestiegen ist. „Durchschnittlich bleiben unsere Gäste zwei bis drei Tage“, erklärt Schröder Haberland. Je länger die Verweildauer der einzelnen Gäste sei, umso wirtschaftlicher sei dies für die Lingener JH mit ihren 150 Betten.

Die bei der EU-Kommission eingelegte Beschwerde eines Berliner Hostel-Betreibers gegen die staatlichen Zuschüsse für Jugendherbergen sorgt dort noch nicht für große Aufregung. Babette Pieper, Leiterin Qualitäts- und Projektmanagement der JH im Nordwesten, erklärt: „Wir verfolgen das aber achtsam.“ Hostels würden hauptsächlich in Großstädten betrieben. „Unser nachhaltig pädagogisches Angebot in der Fläche rechtfertigt unseren gemeinnützigen Anspruch.“