Solarthermieanlage projektiert Studierende unterstützen Lingener Jugendherberge

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Recht zufrieden blickt Prof. Johannes Koke in die Projektberichte seiner Studierenden zur Solarthermieanlage der Jugendherberge Lingen. Foto: Wilfried RoggendorfRecht zufrieden blickt Prof. Johannes Koke in die Projektberichte seiner Studierenden zur Solarthermieanlage der Jugendherberge Lingen. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Studierende des Campus Lingen haben sich die 20 Jahre Solarthermieanlage der Jugendherberge Lingen, mit der diese teilweise das benötigte Warmwasser gewinnt, genauer angesehen und neu projektiert.

wrog Lingen. Studierende des Campus Lingen haben sich die 20 Jahre alte Solarthermieanlage der Jugendherberge Lingen, mit der diese teilweise das benötigte Warmwasser gewinnt, genauer angesehen und neu projektiert.

„In der Vorlesung ‚Projektierung technischer Systeme‘ bestand eine Aufgabe darin, eine Solarthermieanlage für die Jugendherberge (JH) Lingen zu konzipieren“, erläutert Prof. Johannes Koke. Die JH sei aber ein eher akademisches denn praktisches Beispiel, weil eine solche Anlage dort bereits vorhanden sei. „Aber die Studierenden müssen hinfahren, prüfen, wie gut die vorhandene Anlage noch arbeitet, die Rahmenbedingungen wie beispielsweise den Wasserverbrauch der JH kennenlernen.“ Dazu sei der Kontakt zu Herbergsleiterin Anne Schröder-Haberland notwendig gewesen. „Mit einem ‚realen‘ Kunden zu sprechen, hat den Studierenden Spaß gemacht“, meint Koke.

Danach hätten die 29 Studierenden der dualen Studiengänge Wirtschaftingenieurwesen und Engeneering technischer Systeme sich anhand echter Planungsunterlagen der zu Bosch gehörenden Firmen Buderus und Junkers in sechs Gruppen an die Arbeit gemacht. Die Planung mit existierenden Komponenten führe zu realen Ergebnissen, betont Koke.

Die Ergebnisse seien sowohl vom Preis und der kalkulierten Größe der Anlage her unterschiedlich. Dies sei aber gerechtfertigt und könne mehrere Gründe haben. „Einige Gruppen haben Teile der alten Anlage wiederverwendet, andere eine komplett neue Anlage geplant.“ Und nicht alle Gruppen hätten die Planungskosten mit eingerechnet. Zudem sei es vollkommen in Ordnung, verschiedene Varianten bei der Größe der Anlage zu rechnen. „Das Motto ‚Viel hilft viel‘ gilt in der Solarthermie nicht.“

Koke wird die Ergebnisse seiner Studierenden zusammenfassen und Schröder-Haberland eine Planungsgrundlage geben sowie eine Größe für eine neue Anlage empfehlen. Dies könne der Herbergsleiterin als Entscheidungsgrundlage dafür dienen, ob die alte Anlage ersetzt werden soll.

Denn diese Frage ist derzeit noch offen: „Ich würde im Moment eher fünf weitere Zimmer modernisieren“, meint Schröder-Haberland. Hoffnung, im Rahmen der Nachhaltigkeitsarbeit eventuell sogar zusätzliche Mittel für eine neue Solarthermieanlage zu bekommen, macht ihr Babette Pieper: „Die Ergebnisse der Studierenden sind für uns hoch interessant“, sagt die Leiterin des Qualitäts- und Projektmanagements der Jugendherbergen im Nordwesten. „Wir müssten allerdings zunächst einmal berechnen, ob und wie schnell sich das amortisieren würde“, erläuterte sie weiter.


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