Den Künstlern zuschauen Eine „Wintergalerie“ auf Zeit in Lingen

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Für sechs Wochen betreibt Heidi Hartmann (links) die „Wintergalerie“. Mit ihr freut sich Anne Duda. Foto: Elisabeth TonderaFür sechs Wochen betreibt Heidi Hartmann (links) die „Wintergalerie“. Mit ihr freut sich Anne Duda. Foto: Elisabeth Tondera

to Lingen. Wintergalerie“ ist auf dem Schaufenster zu lesen, und das ist wörtlich gemeint, denn der Laden ist nur bis zum 31. Dezember geöffnet. Heidi Hartmann (Keramik) stellt hier mit einigen weiteren Künstlern und Kunsthandwerkern ihre Arbeiten aus und bietet außerdem kleine kulturelle Darbietungen an.

Die Idee, eine Galerie für eine begrenzte Zeit zu eröffnen, um Künstlern aus der Umgebung die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeiten zu präsentieren, ist Heidi Hartmann im letzten Winter gekommen, nachdem sie auf verschiedenen Weihnachtsmärkten ausgestellt hatte und mit der Situation dort immer unzufriedener war.

„Auch auf großen Weihnachtsmärkten sind kaum Künstler vertreten. Das Meiste, was dort angeboten wird, kann man überall kaufen“, erzählt sie. Außerdem sei man da vom Wetter und vom Standort abhängig. „Es gibt Plätze, da weiß ich sofort, dass ich gleich wieder alles einpacken könnte, denn da kommt kaum jemand hin.“

So reifte der Gedanke, einen eigenen „Weihnachtsmarkt“ in einem Ladenlokal einzurichten und auch andere Künstler und Kunsthandwerker einzubeziehen. „Die meisten Menschen in der Region wissen gar nicht, wie viele tolle Künstler es hier gibt“, sagt Heidi Hartmann.

Um ihr Projekt zu verwirklichen hat sie im Frühjahr mit konkreten Planungen begonnen. „Am schwierigsten war es, geeignete Räume für nur wenige Wochen zu finden“, berichtet sie. Doch das ist ihr mit dem Ladenlokal in der Marienstraße optimal gelungen.

Die „Wintergalerie“ ist aber kein gewöhnlicher Laden. Hier können die Kunden nicht nur Kunst und Kunsthandwerk erwerben, sondern den Künstlern zwischendurch bei der Arbeit zuschauen oder sich porträtieren lassen. Während der Öffnungszeiten wird es immer wieder mal eine musikalische Darbietung, mal eine kurze Lesung geben.

Heidi Hartmann ist sehr gespannt, wie dieses neue Angebot angenommen wird. „Wenn es gut läuft, könnte ich mir eine jährlich wiederkehrende Einrichtung vorstellen“, sagt sie. Eine Bereicherung für die Innenstadt ist die „Wintergalerie“ auf jeden Fall. „So etwas hat hier gefehlt“, sagte eine Kundin am ersten Öffnungstag.

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