Neuer Mietspiegel ab 2015 75 Wohn-Quadratmeter kosten in Lingen 460 Euro

Von Burkhard Müller

Was dürfen Wohnungen in Lingen kosten? Der Mietspiegel gibt Orientierungshilfe. Foto: dpaWas dürfen Wohnungen in Lingen kosten? Der Mietspiegel gibt Orientierungshilfe. Foto: dpa

Lingen. Die Stadt Lingen bekommt zum Januar 2015 einen neuen Mietspiegel. Er gilt als eine grundsätzliche Orientierungshilfe für die jeweiligen Vertragspartner auf dem Wohnungsmarkt für nicht preisgebundene Wohnungen. Damit hat der Mietspiegel lediglich einen Rahmencharakter. Im Wirtschafts- und Grundstücksausschuss wurde das Papier einstimmig verabschiedet.

Nach Angaben von Hubert Ungrun, Leiter Fachdienst Liegenschaften, haben die Vorbereitungen für diesen Mietspiegel rund ein Jahr gedauert. „Es war schon sehr mühselig, an die entsprechenden Daten zu kommen, und deshalb sind wir jetzt besonders froh, dass sich die Arbeit rentiert hat“, erläuterte Ungrun.

Ergänzend betonte der städtische Mitarbeiter, dass der Mietspiegel nur für Mietwohnungen gelte. Vermietete Häuser oder auch Studentenwohnungen würden nicht separat ausgewiesen.

Und, was kostet nun zum Beispiel eine 75 Quadratmeter große Wohnung aus dem Jahr 2002 in Lingen? Durchschnittlich 460 Euro, „in üblicher Ausstattung und Beschaffenheit“. Der bisherige Mietspiegel , rund fünf Jahre alt, hatte dafür rund 390 Euro ausgewiesen. Mitgewirkt haben an dem Mietspiegel, der von der Stadt herausgegeben wird, Haus&Grund Lingen, der Mieterverein Emsland und Umgebung, die Geschäftsstelle des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen und der Ring Deutscher Makler.

Weiteren Informationen zufolge gelten die Mieten für das Stadtgebiet Lingen. Wohnungen im Innenstadtbereich (Willy-Brandt-Ring, Bundesbahn, Kanal) liegen durchschnittlich 10 Prozent über den im Mietspiegel genannten Daten. Wohnungen in den Ortsteilen Baccum, Bramsche, Brögbern, Clusorth-Bramhar und Holthausen-Biene liegen durchschnittlich 10 Prozent unter den angegebenen Nettomonatsmieten.

Edeltraut Graeßner, SPD, machte darauf aufmerksam, dass diese Mieten für Menschen, die lediglich über eine Grundsicherung verfügten, nicht zu bezahlen seien. Deshalb müsse dieser Mietspiegel auch noch im Ausschuss „Familie, Soziales und Integration“ besprochen werden.

Erster Stadtrat Stefan Altmeppen ließ wissen, dass Lingen bei der Steigerung ziemlich genau im bundesdeutschen Trend liege. In Osnabrück (+42,8 Prozent) und Oldenburg (38 Prozent) seien die Mieten fast doppelt so stark gestiegen.

Auskünfte über den Mietspiegel sind unter Tel. 0591/9144-230 oder -238 oder direkt im Lingener Rathaus zu erhalten.

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