Wirtschaftsplanspiel bei ANF Vom Lingener Klassenraum in die Vorstandsetage

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Jungunternehmer für eine Woche: die Teilnehmer am Wirtschaftsplanspiel Management Information Game des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft in Lingen mit Vertretern der ANF als Gastgeber und dem Arbeitgeberverband. Foto: PertzJungunternehmer für eine Woche: die Teilnehmer am Wirtschaftsplanspiel Management Information Game des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft in Lingen mit Vertretern der ANF als Gastgeber und dem Arbeitgeberverband. Foto: Pertz

Lingen. Eine Woche lang haben sie das Klassenzimmer mit der Vorstandsetage getauscht, mussten unternehmerische Entscheidungen treffen, die nicht nur Auswirkungen auf die Bilanzen, sondern auch auf Arbeitsplätze hatten: 23 junge Leute des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft erhielten beim Wirtschaftsplanspiel Management Information Game (MIG) einen praxisnahen Einblick in wirtschaftliche Abläufe, der auch so manchem bis dahin vielleicht eher trockenen Unterrichtsstoff neues Leben einhauchte.

Organisiert wird das Spiel vom Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Die zum Areva-Konzern gehörende Advanced Nuclear Fuels (ANF) GmbH war bereits zum sechsten Male Gastgeber. Werksleiter Andreas Hoff begründete das Engagement von ANF mit dem Hinweis darauf, dass es wichtig sei, jungen Menschen in der Region einen Einblick in Unternehmen vor Ort und deren Leistungsspektrum zu verschaffen. Weitere regionale Sponsoren waren die Deutsche Bank, die Emco Group, die Kornbrennerei Heydt und die OKE Group GmbH.

„Unsere MIG-Leute haben einen ganz anderen Hintergrund“, verwies Uwe Fögeding, Lehrer am Wirtschaftsgymnasium in Lingen, auf den besonderen Wissenszuwachs, den sich die Schülerinnen und Schüler in der Planspielwoche angeeignet hätten. Theoretische Inhalte würden mit Praxis gefüllt.

Davon konnten sich die Organisatoren des Spieles und die Eltern der Teilnehmer beim MIG-Präsentationsabend ein eigenes Bild machen. Aufgeteilt in drei Unternehmen, deren Vorstände sie jeweils präsentierten, hatten die jungen Leute die Aufgabe, ein Marketingprojekt für ein Produkt vorzustellen. Die Gäste fungierten dabei als „Einkäufer“.

Es ging um eine Kaffeemaschine – keine Neuerfindung zwar, aber in der Art der Präsentation durch die Wirtschaftsgymnasiasten ein Produkt, das jeder der Zuhörer wohl gerne als Bereicherung im Büro empfunden hätte. Ob Touchscreen zur Bedienung, integriertes Radio, die passende App, um schon draußen vor der Tür das Kaffeepulver per Handybefehl in leckeren Mocca zu verwandeln oder gar ein selbst gedrehtes Video, das „Your Friend“ in den wärmsten Tönen anpries: Die jungen Leute bewiesen, dass sie in der Lage sind, eine Marke professionell zu präsentieren.

Seminarleiter Manfred Kussatz vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft zeigte sich denn auch voll des Lobes. So ein „Geschäftsjahr“ im Rahmen von MIG mit allen seinen Facetten Preiskalkulation, Bilanzierung, Rohstoffpreise und Arbeitsplätze durchzuspielen, sei gar nicht so einfach. „Die jungen Leute haben alle Möglichkeiten des MIG-Spiels ausgereizt.“

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